Nordsaarland: Mörder flieht während Ausgang – Fahndung läuft

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Foto: dpa / Symbolbild

SCHMELZ – Ein wegen Mordes verurteilter Häftling ist während eines begleiteten Ausgangs im Landkreis Saarlouis geflüchtet.

Wie die Polizei mitteilte, laufe die Fahndung nach dem 44-Jährige auf Hochtouren. Von ihm gehe keine direkte Gefahr aus, die Polizei warnte jedoch davor, den Mann anzusprechen.

Der gesuchte Mario Stegnitz. Foto: Polizei Saarland

Der Gesuchte ist nach Polizeiangaben etwa 1,92 Meter groß, schlank, hat schwarze Haare, einen schwarzen Oberlippenbart und eine Tätowierung am linken Unterarm. Zuletzt trug er ein cremefarbenes T-Shirt, eine hellblaue Jeans und weiße Turnschuhe. Wer ihn sieht oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben kann, solle umgehend die Polizei informieren. Außerdem raten die Ermittler, keine Anhalter mitzunehmen. 

Ausflug unter Aufsicht

Laut Auskunft des Justizministeriums in Saarbrücken war der Mann am Mittwochnachmittag in Begleitung eines Gefängnis-Mitarbeiters in Schmelz (Landkreis Saarlouis) unterwegs gewesen.

Es sei seine zwölfte sogenannte «begleitete Ausführung» seit Februar 2024 gewesen, alle vorherigen seien ohne Beanstandungen verlaufen. Diese Ausflüge dienten dem «Erhalt der Lebenstüchtigkeit» und würden regelmäßig durchgeführt, um den Kontakt der Gefangenen zu ihren Angehörigen aufrechtzuerhalten.

Der Mann befand sich nach Informationen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken seit Februar 2010 in Haft. Im Jahr 2011 verurteilte ihn das Landgericht Saarbrücken wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe.

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3 Kommentare

  1. Was issn das wieder für ne Justiz ?
    Als Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt und dann darf er mit Begleitung raus ?

  2. Ein verurteilter Mörder ist schon 12mal spazieren geführt worden zum „Erhalt der Lebenstüchtigkeit“. Und damit der Kontakt zu den Angehörigen aufrecht erhalten wird. Ein Killer muss also lebenstüchtig gemacht werden, damit er schnellstmöglich entlassen und auf die Menschheit losgelassen werden kann. Sowas gibt es offensichtlich nur im buntesten und besten Deutschland aller Zeit. Eigentlich wünscht man sich in solchen Fällen, dass der Typ richtig Scheiße baut während seiner Flucht. Es muss ja nicht unbedingt noch ein Mord sein. Wahrscheinlich hat ein superschlauer Psychologe (oder besser noch, eine Psychologin) dem Mörder eine tolle Zukunftsprognose gestellt.

  3. Ohne hinreichende Kenntnis zu dem Tathergang,Motivlage und äußere wie innerliche Beweggründe sowie der Urteilsbegründung läßt sich zu dem Vorgang kein valides Urteil hinsichtlich des gewährten Ausgangs bilden.Allerdings eignet sich eine solche Nachricht gut als“Argumentationshilfe“um reaktionäre“Meinungsbildungsprozeße“mit den entsprechenden Folgen zu befördern……..

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