RLP-Ministerin: Hunde und Katzen gegen Tollwut impfen lassen

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Ein Tierarzt hält vor einer Hündin eine Spritze mit einer Impfung gegen Tollwut in den Händen. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild

MAINZ – Nach Bekanntwerden des Falls eines an Tollwut verendeten Hundes im Rhein-Pfalz-Kreis hat Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) allen Tierhaltern empfohlen, ihre Tiere impfen zu lassen.

«Das senkt das Risiko, dass ein Biss oder Kratzer lebensbedrohlich wird. Auf diese Weise können Ansteckungen verhindert, Tiere und Menschen geschützt werden», sagte sie. Tollwut sei weltweit weiterhin verbreitet. Für die Einreise von Hunden und Katzen aus anderen Ländern würden daher rechtlich hohe Anforderungen gelten, um eine Einschleppung der Krankheit zu verhindern.

Wegen des an Tollwut verendeten Hundes aus Russland ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tiergesundheitsgesetz. Dem Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz zufolge sind zwischen Januar 2021 und Februar 2026 zehn Fälle bekannt, in denen illegaler Welpenhandel und/oder ein gefälschter Impfpass im Bundesland eine Rolle spielte.

«Bei den zehn Anzeigen handelt es sich ausschließlich um Hundewelpen», teilte das LKA in Mainz mit. «Mutmaßlich wurden diese aus Rumänien, Serbien, Russland und Polen illegal eingeführt.» Deutschland gilt seit 2008 als frei von der klassischen Form der Tollwut.

Die Symptome der Tollwut können sich bei Haustieren dem Ministerium zufolge in Wesensveränderungen mit Aggressivität und Bissigkeit ohne erkennbaren Grund, Schreckhaftigkeit, Scheu und Nervosität, Schluckbeschwerden mit starkem Speicheln, Angst vor Wasser, Krämpfen und Lähmungen zeigen.

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