Trier: Moselradweg nach Hochwasser blitzschnell wieder frei – Neue Technik im Einsatz

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Foto: StadtRaum Trier

48 Stunden statt einer Woche: Stadt Trier setzt nach Hochwasser auf moderne Geräteträger – Radwege wieder vollständig nutzbar

Trier. Gute Nachrichten für Radfahrerinnen und Radfahrer in Trier: Die nach dem jüngsten Hochwasser gesperrten Abschnitte des Moselradwegs sind wieder vollständig freigegeben. Sowohl der Fuß- und Radweg auf der westlichen Uferseite zwischen Konrad-Adenauer-Brücke und Pfalzel als auch der Moselradweg Ost vom St.-Barbara-Ufer bis Zurlauben können wieder uneingeschränkt genutzt werden.

Lediglich im Bereich der Schiffsanlegestelle am Zurlaubener Ufer bleibt eine kleine Einschränkung bestehen. Dort sammelt sich in einer Senke weiterhin Wasser. Fußgänger und Radfahrer können jedoch auf einen höher gelegenen Weg ausweichen.

Neue Technik sorgt für Tempo bei der Reinigung

Bemerkenswert ist vor allem die Geschwindigkeit der Freigabe: Nur rund 48 Stunden nach Absinken des Pegels waren die Wege wieder befahrbar. Nach Angaben der Stadt ist das maßgeblich auf neue technische Ausstattung und optimierte Arbeitsabläufe im Amt StadtRaum Trier zurückzuführen.

Foto: StadtRaum Trier

In den vergangenen Monaten wurde in zwei moderne Geräteträger investiert, die flexibel mit unterschiedlichen Anbaugeräten ausgestattet werden können. Mit Kehrbürsten und Hochdruckschwemmbalken konnten Schlamm, Treibgut und hartnäckige Ablagerungen gründlich entfernt werden.

Zusätzlich kam ein 2.500-Liter-Wasserfass zum Einsatz, das ganzjährig für die Reinigung von Radwegen sowie für die Bewässerung von Grünflächen genutzt wird. Für den Winterdienst steht zudem ein Solefass mit integrierter Hochdrucktechnik bereit. Die Flüssigsole wird präzise und ressourcenschonend aufgebracht und soll die Verkehrssicherheit erhöhen.

Stadt sieht sich organisatorisch besser aufgestellt

Verkehrsdezernent Thilo Becker verweist auf die verkürzte Sperrzeit: Während vergleichbare Reinigungsarbeiten im vergangenen Winter noch mehr als eine Woche gedauert hätten, sei die Strecke nun innerhalb von zwei Tagen wieder freigegeben worden.

Die Stadt führt dies auf effizientere Abläufe und die verbesserte Ausstattung im kommunalen Betriebsdienst zurück. Ziel sei es, flexibel auf Witterungsereignisse reagieren und Infrastruktur ganzjährig verkehrssicher halten zu können.

Moselradweg als zentrale Verkehrsachse

Der Moselradweg spielt für Trier eine zentrale Rolle. Im vom Stadtrat beschlossenen Radverkehrskonzept wird er als „Herzstück“ des touristischen und freizeitbezogenen Radnetzes bezeichnet. Gleichzeitig dient er als wichtige Pendelroute für den Alltagsradverkehr – auch im Winterhalbjahr.

Neben touristischer Nutzung ist die Strecke stark von Berufspendlern sowie Fußgängerinnen und Fußgängern frequentiert. Entsprechend hoch ist das Interesse an einer schnellen Wiederfreigabe nach Hochwasserereignissen.

Hintergrund: Hochwasser hatte Wege überflutet

In der vergangenen Woche war der Pegel der Mosel infolge starker Niederschläge deutlich angestiegen. Vorsorglich wurden mehrere Uferwege gesperrt. Nach dem Rückgang des Wassers mussten umfangreiche Reinigungsarbeiten durchgeführt werden, bevor eine Freigabe erfolgen konnte.

Mit der nun abgeschlossenen Reinigung sind die Wege wieder vollständig nutzbar – mit Ausnahme der Senke an der Schiffsanlegestelle Zurlauben.

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