Familie, Freunde und viele Erinnerungen – ein außergewöhnliches Jubiläum im Helenenhaus
Trier. Ein Jubiläum, das nur wenige Paare erleben dürfen: Gisela und Johannes Urban haben in Trier ihre Gnadenhochzeitgefeiert – 70 Jahre Ehe. Gemeinsam mit Familie, Freunden und Weggefährten blickte das Ehepaar im Helenenhaus der Vereinigten Hospitien auf ein langes, bewegtes gemeinsames Leben zurück.
Die Gnadenhochzeit, ein Begriff aus dem christlichen Sprachgebrauch, steht für Dankbarkeit darüber, ein so langes gemeinsames Leben führen zu dürfen.
Gefeiert am kirchlichen Hochzeitstag
Die standesamtliche Trauung fand am 3. Februar statt, gefeiert wurde jedoch bewusst einen Tag später – am kirchlichen Hochzeitstag. Bei Kaffee, Kuchen und einem Glas Sekt ließen die Jubilare zahlreiche Glückwünsche verlesen, darunter Gratulationsschreiben des Oberbürgermeisters, des Ministerpräsidenten und des Bundespräsidenten.
Auch im Namen der Stadt Trier und des Ortsbeirats Trier-West/Pallien überbrachte Monika Rietz persönliche Glückwünsche.
Familie als roter Faden durch sieben Jahrzehnte
In geselliger Runde wurden Erinnerungen aus früheren Zeiten geteilt: aus der Nachbarschaft in Trier-West, aus dem Familienleben – und von Wintern, in denen man auf der zugefrorenen Mosel Schlittschuh laufen konnte.
„Bei uns herrscht reger Enkeltourismus“, erzählte Sohn Harald Urban schmunzelnd. Die Familie ist heute zwar räumlich verteilt, doch Kinder, Enkel und bald sogar neun Urenkel kommen regelmäßig zu Besuch ins Helenenhaus, wo das Ehepaar heute gemeinsam lebt. Ein enger Verwandter wohnt sogar zufällig auf derselben Etage.
Tief verwurzelt in Trier und Pallien
Die Verbundenheit zur Heimatstadt Trier ist bis heute spürbar. Besonders der Blick auf die Mariensäule bedeutet der Jubilarin viel. „Meine Mutter ist unterhalb der Mariensäule aufgewachsen“, erklärt Tochter Ulrike.
Geboren in der Römerstraße und der Nikolausstraße, lebte das Ehepaar Urban auch nach der Geburt der eigenen Kinder lange im Elternhaus. Johannes Urban arbeitete zunächst bei der Sparkasse Trier, später bei der Landesbank Mainz und schließlich als Bankleiter in Kaiserslautern – doch Trier blieb stets Lebensmittelpunkt.
Kennengelernt beim Tanzen – verbunden fürs Leben
Über all die Jahre blieb das Paar aktiv. Johannes Urban engagierte sich unter anderem im Kegelclub, war zehn Jahre Sitzungspräsident der KG Heuschreck Trier und sang im Domchor.
Eine ganz besondere Rolle spielte jedoch das Tanzen: Als erfolgreiche Turniertänzer teilten Gisela und Johannes Urban diese Leidenschaft über viele Jahre hinweg. Kennengelernt haben sie sich genau dort, wo alles begann:
„Im Tanzkränzchen in Trier“, erinnert sich Johannes Urban.















