Zeichen gegen AfD: Gewerkschaftsbund (DGB) spricht von starkem Bürgerprotest in Schweich

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Symbolbild; dpa

Schweich. Nach Angaben des Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) haben sich am Donnerstagabend rund 250 Bürgerinnen und Bürger an einer Gegendemonstration in Schweich beteiligt. Anlass war eine Veranstaltung der AfD. Der DGB spricht von einem klaren und wichtigen Zeichen der Zivilgesellschaft gegen Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Hass.

DGB: „Schweich zeigt Haltung“

Die Protestaktion stand unter dem Motto „Schweich bleibt bunt – für Toleranz, Vielfalt und Demokratie“ und wurde laut DGB von einem breiten Bündnis getragen. Beteiligt waren neben Gewerkschaften auch Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchen, Vereinen, Initiativen sowie mehreren demokratischen Parteien.

Der DGB Region Saar-Trier hatte im Vorfeld zur Teilnahme aufgerufen. Ziel sei es gewesen, öffentlich zu zeigen, dass rechtsextreme Positionen keinen Rückhalt in der Stadtgesellschaft haben.

Gewerkschaftsvertreter mit klaren Worten

Markus Hörl-Hoffmann, Gewerkschaftssekretär beim DGB Region Saar-Trier, erklärte laut Mitteilung:

„Wir wollten deutlich machen, dass in Schweich kein Platz für rechtsextreme Hetze ist. Die hohe Beteiligung zeigt, dass viele Menschen bereit sind, Verantwortung für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu übernehmen.“

Auch Jerome Frantz, Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG, betonte in seinem Redebeitrag die Bedeutung von Solidarität und Offenheit. Er zitierte den Entertainer Hape Kerkeling mit den Worten:

„Heimat ist dort, wo niemand Angst haben muss, anders zu sein.“

Nach Darstellung des DGB habe dieses Zitat den Kern der Veranstaltung gut getroffen.

Friedlicher Verlauf – positives Fazit des DGB

Nach Angaben des DGB verlief die Gegendemonstration friedlich und ohne Zwischenfälle. Die Polizei begleitete die Veranstaltung. Der Gewerkschaftsbund zog im Anschluss ein positives Fazit und kündigte an, sich auch künftig klar gegen rechtsextreme Tendenzen zu positionieren.

Die Aktion in Schweich sei Teil einer größeren Bewegung in Rheinland-Pfalz, bei der sich immer mehr Menschen öffentlich für demokratische Werte einsetzen.

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