Trier: Neue Bestmarke bei städtischen Online-Diensten

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Foto: Monika Skolimowska/dpa/ Symbolbild

TRIER – Bei der Nutzung der städtischen Online-Dienste wurde 2025 ein neuer Rekord erreicht. Insgesamt konnten knapp 45.400 Anliegen von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen komplett online geregelt werden, eine Steigerung um rund 11 Prozent zum Vorjahr.

Am häufigsten genutzt wurden die Kfz-Online-Services (An-, Um- und Abmeldung von Fahrzeugen) mit 13.069 Fällen. 2024 waren es noch 4299 Vorgänge, dies bedeutet mehr als eine Verdreifachung der Fälle im Vergleich zum Vorjahr. Die Online-Anhörung Verkehrsordnungswidrigkeit landete auf Platz 2 mit 5874 Fällen, gefolgt von der Beantragung einer Meldebescheinigung mit 5050 Vorgängen. Auch beachtenswert: 856 Gewerbe wurden in Trier 2025 digital an-, ab- oder umgemeldet.

Online-Services, die im Laufe des Jahres 2025 neu eingeführt wurden, waren unter anderem die Beantragung oder Verlängerung des Jagdscheins, die Zulassung zur Fischereiprüfung und die Voranmeldung zur Eheschließung. Ein Schwerpunkt der Digitalisierungsprojekte lag auf dem Sozialbereich: Beim Amt für Soziales und Wohnen können jetzt unter anderem Grundsicherung, Eingliederungshilfe, Hilfe zum Lebensunterhalt sowie der Wohnberechtigungsschein online beantragt werden.

Ergänzend zu den neuen Online-Diensten wurde im Herbst 2025 eine Dokumenten-Abholstation im Rathaus eingerichtet. Hier können auf dem Amt beantragte Personalausweise und Reisepässe nach der Herstellung und Auslieferung durch die Bundesdruckerei an sieben Tagen in der Woche im Rathaus, auch außerhalb der Öffnungszeiten der Verwaltung, abgeholt werden.

Die meistgenutzten Online-Dienste der Stadtverwaltung im Jahr 2025. Grafik: Stadt Trier

Thorsten Kraus, Digitalisierungsbeauftragter im Rathaus, zieht ein Fazit zur aktuellen Bilanz: „Digitale Verwaltungsservices schaffen echten Mehrwert auf beiden Seiten: Bürgerinnen und Bürger erledigen ihre Anliegen zeit- und ortsunabhängig, transparent und medienbruchfrei. Gleichzeitig profitiert die Verwaltung von effizienteren Prozessen, besserer Datenqualität und einer spürbaren Entlastung der Mitarbeitenden. Digitalisierung ist damit kein Selbstzweck, sondern ein zentraler Hebel für eine leistungsfähige, bürgernahe und zukunftssichere Kommunalverwaltung.“

In den kommenden Monaten wird das digitale Serviceangebot der Stadt Trier weiter ausgebaut. In der Umsetzung sind zum Beispiel Anträge auf Aufenthaltstitel oder Beschäftigungserlaubnisse beim Amt für Ausländerfragen. Auch die Waffenbehörde bietet in Kürze Dienste wie die Erteilung von Waffenbesitzkarten und Waffenscheinen online an. Ebenso sind die Online-Beantragung von Fahrerkarten und Fahrtenschreibern und der digitale Führerscheinantrag bald verfügbar.

Auch das Wahrnehmen von Terminen in den Ämtern wird durch die Digitalisierung inzwischen deutlich erleichtert: Über 90.000 Termine wurden 2025 online gebucht.

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