Große Unterschiede: Hundesteuer in Rheinland-Pfalz – Hier zahlen Halter am meisten!

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Hunde brauchen bei der Hitze besonders viel Wasser, schattige Orte und manchmal auch Sonnencreme. Foto: Bernd Thissen/dpa/Symbolbild

Mainz/Trier. Ein Hund ist der beste Freund des Menschen, aber in Rheinland-Pfalz kann er Frauchen und Herrchen richtig teuer zu stehen kommen. Denn: Die Hundesteuer variiert je nach Wohnort enorm, wie eine aktuelle Erhebung des Bundes der Steuerzahler Rheinland-Pfalz (BdSt) zeigt. Zwischen 45 Euro in Nieder-Olm und stolzen 186 Euro in Mainz liegen Welten – und für sogenannte Kampfhunde wird es noch deutlich kostspieliger.

Mainz am teuersten – Trier im Mittelfeld

Während die Landeshauptstadt Mainz mit 186 Euro für den ersten Hund bundesweit den höchsten Steuersatz aufruft, zeigt sich die Lage andernorts entspannter: In Böhl-Iggelheim zahlen Hundehalter nur 50 Euro. Auch Nieder-Olm ist mit 45 Euro für den ersten Hund ein wahres Steuerparadies.

Und wie sieht es in Trier aus? Hier kostet der erste Hund 120 Euro pro Jahr, für den zweiten Hund werden 168 Euro fällig und für den dritten sowie jeden weiteren Vierbeiner sogar 228 Euro. Damit liegt die Moselstadt im soliden Mittelfeld der Steuerbelastung.

Zweithunde oft teurer – Steuerungswirkung gewollt

Viele Kommunen machen es teuer, gleich mehrere Hunde zu halten. Für den zweiten Hund werden fast überall deutlich höhere Beträge aufgerufen: In Mainz sind es 216 Euro, in Worms 204 Euro, in Ludwigshafen 180 Euro. Am günstigsten bleibt es wieder in Nieder-Olm und Betzdorf – dort zahlt man für den Zweithund gerade einmal 60 Euro.

Kampfhunde sprengen die Dimensionen

Richtig happig wird es für sogenannte Kampfhunde: Während Kommunen wie Böhl-Iggelheim, Montabaur oder Mutterstadt keine Extrasteuer verlangen, langt Morbach im Hunsrück mit 1.250 Euro pro Jahr für den ersten Kampfhund richtig zu. Platz zwei belegt Ludwigshafen mit 840 Euro.

Die Gemeinden erhoffen sich durch diese Preisgestaltung eine Lenkungswirkung – weniger gefährliche Tiere in privater Hand.

Ausnahmen für Tierheimhunde und Assistenztiere

Doch es gibt auch positive Nachrichten: In 21 der 50 größten Kommunen in Rheinland-Pfalz wird die Hundesteuer erlassen oder reduziert, wenn der Vierbeiner aus einem Tierheim stammt. Mal zeitlich begrenzt, mal dauerhaft. Auch Blindenhunde oder Tiere, die gewerblich eingesetzt werden, sind in vielen Orten steuerfrei.

Fazit: Große Unterschiede im Land

Ob 45 oder 186 Euro – oder sogar vierstellige Beträge bei Kampfhunden – die Hundesteuer in Rheinland-Pfalz zeigt, wie unterschiedlich die Kommunen ihre Spielräume nutzen. Für Halter lohnt sich ein genauer Blick in die jeweilige Satzung – und für Tierheimhunde kann sich Adoption auch finanziell lohnen.

5 Kommentare

  1. Ich mag Hunde sehr und sie mögen mich. Aber Kampfhunde und alles was so ähnlich aussieht, sollten komplett illegal sein, ohne Ausnahme. Und für jeden, der mit einem solchen Verbot Probleme hat, spiele ich doch gerne eine traurige Weise auf der kleinsten Violine der Welt.

  2. Ich besitze einen pechschwarzen Presa Canario mit 60 kg Gewicht. In heutigen Zeiten ein sehr empfehlenswerter Begleiter, speziell bei Begegnungen mit Personen, die unter schizophrenen oder anderen psychischen Störungen leiden.Ein echter Therapiehund eben, einfach wunderbar.

    Die Sehnsucht vieler Zeitgenossen nach Verboten aller Art wird von unseren Oberen ja fleissig erfüllt, also besteht für Birkenhead eine rosige Zukunft.Sicherlich garniert mit weiteren Steuern, z.B. eine Blurbsteuer für das Birkenhead und Konsorten. Ich plädiere für ein Kommentierungsverbot von Birkenhead.

  3. @Presa Go: Mit stolzgeschwellter Brust erfreuen Sie sich daran, dass zufällige Passanten Angst haben vor ihren gefährlich aussehenden Hund, und posaunen dies auch noch öffentlich heraus. Das ist exakt das soziopathische Mindset, dass ich bei ausnahmslos jedem Besitzer derartiger Hunde feststelle. Solche Leute sollten zum Vorteil für sich selbst und der Allgemeinheit überhaupt keine Tiere halten und das so gesparte Geld lieber in eine Therapie investieren.

    Falls ihr Hund tatsächlich einmal mal Leute, womöglich Kinder, verletzt, weil er meint, die hätten ja schließlich eine „psychische Störung“ gehabt und dies sei insofern seine von Ihnen erwünschte „Mission“ gewesen, finden Sie das auch nicht mehr witzig. Hoffentlich.

    • @Birkenhead, warum regen Sie sich über diese Typen auf, welche versuchen, ihr ausgesprochen schwaches Ego durch das Führen von sogenannten „Kampf“-Hunden neutralisieren zu müssen? Man brauch sich doch nur die optische Gesamteinheit von Hund und Mensch (jaja, genau in dieser Reihenfolge) anzuschauen, dann ist man im Bilde und kann leicht grinsend seiner Wege gehen, wenn dann auch noch die angebliche Dominanz des „Herrchens“ über die „Bestie“ zur Schau gestellt wird.

    • @Birkenhead,
      was zu Typen wie Presa Go zu sagen ist, haben Sie vorzüglich beschrieben.
      Verantwortungslose Kleinsthirne, die Kampfhunde als „Statussymbol“ mit sich führen, aber die Flatter machen, wenn das Tier durchdreht.

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