WEITEFELD. Ein Fund, der für Gänsehaut sorgt: Nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt wird eine Leiche entdeckt. Die zentrale Frage bleibt – ist es der Mann, der für den Dreifachmord von Weitefeld verantwortlich sein soll?
Der tragische Dreifachmord von Anfang April erschütterte die 2.400-Einwohner-Gemeinde. Eine Familie – Mutter, Vater, Sohn – wird brutal ermordet, der mutmaßliche Täter verschwindet spurlos. Jetzt, rund vier Monate später, könnte eine überraschende Wende im Fall eingetreten sein: In einem nahegelegenen Waldstück wurde am Dienstag (5. August 2025) eine verweste Leiche entdeckt – nur etwa einen Kilometer vom ursprünglichen Tatort entfernt.
Polizei-Einsatz im Wald: Grabungen, Gras mähen, Spurensuche
Mit Schaufeln, Freischneidern und einer Vielzahl an Einsatzkräften sichert die Polizei den Fundort. Gesucht werden Spuren, Kleidungsstücke oder gar Tatwerkzeuge, die Aufschluss über die Identität der toten Person geben könnten. Der Zustand der Leiche lässt laut Polizeisprecher auf eine „längere Liegezeit“ schließen – was mit dem zeitlichen Ablauf des Verbrechens zusammenpassen würde.
Ist es der flüchtige Verdächtige?
Seit dem grausamen Verbrechen am 6. April wird ein 61-jähriger Mann aus einem Nachbarort per Haftbefehl gesucht. Der Vorwurf: Dreifacher Mord – heimtückisch und brutal. Am Tatmorgen hatte die Mutter noch selbst den Notruf gewählt, doch für sie, ihren Ehemann (47) und den gemeinsamen Sohn (16) kam jede Hilfe zu spät.
Die Polizei ging seitdem Hunderten von Hinweisen nach, setzte eine Sonderkommission ein, durchkämmte den Wald – bisher ohne Erfolg. Nun könnte der Fund der Leiche die Wende bringen. Die Identifizierung läuft auf Hochtouren.
„Wir hoffen, dass wir zeitnah eine entsprechende Rückmeldung bekommen“, so ein Sprecher der Polizei.
Die Leiche wurde in die Rechtsmedizin Mainz überführt. Dort soll per DNA-Abgleich, Zahnstatus und Obduktion Klarheit geschaffen werden – auch zur Todesursache.
Bürgermeister: „Wir hoffen auf Ruhe für unser Dorf“
Für viele Einwohner wäre eine Identifizierung des mutmaßlichen Täters eine spürbare Erleichterung. Noch immer herrscht in Weitefeld spürbare Anspannung, einige sprechen gar von Angst. Ortsbürgermeister Karl-Heinz Keßler (parteilos) wünscht sich „mehr Ruhe“ für seinen Ort – „und einen Abschluss für die Opferfamilien und die Gemeinde“.
Wie geht es weiter?
Ob die tote Person tatsächlich der Gesuchte ist, bleibt zunächst unklar. Die Ermittler halten sich bedeckt, die Obduktionsergebnisse stehen noch aus. Sicher ist: Sollte sich der Verdacht bestätigen, würde das eines der aufsehenerregendsten Verbrechen der letzten Jahre in Rheinland-Pfalz einen neuen, dramatischen Schlusspunkt finden.














