Geplatzte Wasserrohre in Trier: SWT nennt Gründe – wir haben nachgefragt!

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Eine abgesperrte Straße in Trier nach einem Wasserrohrbruch
Wasserrohrbruch in der Roonstraße. Foto: Lars Neumann

TRIER. Das Verkehrschaos in Trier nimmt immer größere Ausmaße an. Nach mehreren Wasserrohrbrüchen und zusätzlichen Sperrungen fragen sich viele Bürger: Warum brechen die Leitungen plötzlich an mehreren Stellen gleichzeitig?

Auf Nachfrage von lokalo.de haben die Stadtwerke Trier (SWT) nun die Gründe erläutert — und dabei überraschende Details enthüllt.


Nicht das Alter der Leitungen schuld

Entgegen vieler Spekulationen sind die aktuellen Schäden nicht auf marode oder veraltete Rohre zurückzuführen.

Beim Rohrbruch in der Kreuzung Schöndorfstraße/Wasserweg/Franz-Georg-Straße ist eine Muffe geplatzt. Das kann durch Temperaturschwankungen, Spannungen oder Bodenbewegungen ausgelöst worden sein.

In der Roonstraße wurde der Rohrbruch vermutlich durch einen Druckschlag verursacht — eine plötzliche, starke Druckveränderung im Leitungssystem, die auch stabile Rohre beschädigen kann.

Spielt der Regen eine Rolle? lokalo.de hakte nach

Auf Nachfrage von lokalo.de, ob die starken Regenfälle am Vortag einen Zusammenhang mit den Rohrschäden haben könnten, erklärten die SWT:

In den letzten Jahren waren vor allem extrem trockene Böden ein Hauptgrund für Rohrbrüche, da diese zu Setzungen und Verlagerungen führen, die die Leitungen belasten. Früher waren dagegen meist gefrorene Böden im Winter die Hauptursache — insbesondere beim späteren Auftauen kam es häufig zu Brüchen.

Die zunehmenden Starkregenereignisse wirken zusätzlich belastend: Stark aufgeweichte Böden können Rohrleitungen destabilisieren und zu spontanen Schäden führen. Ein direkter Zusammenhang mit den aktuellen Regenfällen ist daher möglich, auch wenn die genaue Ursache an jeder Bruchstelle individuell untersucht werden muss.

Ein Weckruf für die Infrastruktur

Die aktuellen Ereignisse zeigen: Selbst gut gewartete Netze können durch Klimaextreme an ihre Grenzen stoßen. Für Trier und viele andere Städte bedeutet das, künftig noch stärker in die Widerstandsfähigkeit der Trinkwasserversorgung zu investieren.

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2 Kommentare

  1. Leute, die Rohre platzen weil das Wasser in dieser Klimawandel-Gluthitze in den Leitungen kocht. Was denn sonst. Die Apokalypse rast auf uns zu. Kauft CO2 Zertifikate und rettet Euch.

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