Trier: Neuer Handy-Blitzer auf der A602 bei Kenn in Betrieb – hohe Strafen drohen

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Eine Monocam zur Aufzeichnung von Handysündern steht auf einer Brücke über der A602 bei Kenn. Foto: Harald Tittel / dpa / Archivbild

TRIER. Seit diesem Donnerstag ist Schluss mit der Schonzeit auf der A602 bei Trier: Ein neuer Handy-Blitzer überwacht dort den Verkehr und nimmt gezielt Autofahrer ins Visier, die am Steuer zum Smartphone greifen.

Das moderne Überwachungssystem gehört zur neuesten Generation der sogenannten Monocam-Technologie. Es erkennt automatisch, ob Fahrerinnen und Fahrer während der Fahrt mit dem Handy am Ohr telefonieren oder Nachrichten tippen – und löst im Verdachtsfall aus einem getarnten Überwachungsfahrzeug heraus ein Beweisfoto aus.

Handy am Steuer? Das kann teuer werden!

Wer erwischt wird, dem droht ein saftiges Bußgeld: Bis zu 100 Euro und ein Punkt in Flensburg werden für die unerlaubte Handynutzung am Steuer fällig. Rheinland-Pfalz setzt mit dem Einsatz der Monocam ein klares Zeichen gegen Ablenkung im Straßenverkehr.

„Wir wollen Leben schützen – und dazu gehört, die größte Gefahr auf unseren Straßen zu bekämpfen: Ablenkung“, heißt es aus dem Innenministerium.

Über 300 Verstöße – Testphase war voller Erfolg

Schon 2022 lief ein Pilotprojekt mit der Monocam – ebenfalls auf der A602. Innerhalb kurzer Zeit wurden mehr als 300 Verstöße registriert. Das Ergebnis: überzeugend genug, um die Einführung des Systems landesweit zu beschließen. Inzwischen sind alle fünf Polizeipräsidien in Rheinland-Pfalz mit der Technologie ausgestattet – darunter auch das Präsidium Trier.

Gesetz geändert – Datenschutz neu geregelt

Damit die Monocam rechtssicher eingesetzt werden kann, hat der Landtag von Rheinland-Pfalz eigens das Polizei- und Ordnungsbehördengesetz überarbeitet. Die Neuregelung trat am 1. März 2025 in Kraft.

Kernpunkt der Debatte war der Datenschutz: Denn die Kamera filmt auch dann in Fahrzeuge, wenn kein konkreter Verdacht besteht. Umso wichtiger sei es, dass die Daten ausschließlich im Falle eines Verstoßes gespeichert und verarbeitet werden, betont das Ministerium.

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