SAARBRÜCKEN/MAINZ. Die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz ist nach einem Anstieg zu Jahresbeginn im Februar wieder leicht gesunken. Sie liegt aber über dem Vorjahresniveau, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken berichtet.
Rund 128.100 Frauen und Männer waren im Februar dieses Jahres ohne Job. Das waren 700 Menschen oder 0,5 Prozent weniger als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren aber 6.300 Menschen mehr arbeitslos. Das entspricht einem Plus von 5,2 Prozent.
Arbeitslosenquote wie im Januar
Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 5,6 Prozent. Im Februar 2024 hatte sie noch 5,4 Prozent betragen.
«Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit», sagte die Chefin der Regionaldirektion für Rheinland-Pfalz, Heidrun Schulz. «Von den rund 128.100 arbeitslosen Menschen waren 70.300 ohne abgeschlossene Berufsausbildung, also 54,9 Prozent.» Und nur 20 Prozent der gemeldeten Stellen seien für ungelernte Kräfte.
Ausbildung und Studium schützen vor Arbeitslosigkeit
Die Unternehmen hätten in den vergangenen vier Wochen 6.600 neue Stellen gemeldet, fast 45 Prozent mehr als im Januar. Insgesamt gab es im Februar noch 35.000 unbesetzte Arbeitsstellen, das waren allerdings 7,2 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Vor allem in der Zeitarbeit, im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen wurden im Februar Arbeitnehmer gesucht.
Die Unterbeschäftigung lag im Februar bei 161.000 Menschen. Das waren 2,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Unterbeschäftigung erfasst auch Männer und Frauen, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt werden.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sinkt leicht
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Dezember mit 1.487.800 Beschäftigten um 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Neuere Zahlen gibt es noch nicht. Zum Vergleich: In ganz Deutschland lag die Beschäftigung 0,2 Prozent über dem Wert des Vorjahres. (Quelle: dpa)