Gaming ist in Deutschland zu einem gigantischen Markt geworden, der nicht nur zahlreiche Abnehmer hat, sondern auch viele berufliche Chancen bietet. Mehr als die Hälfte aller Bewohner sollen laut Daten der game, dem Verband der deutschen Games-Branche, Spiele als Freizeitbeschäftigung nutzen. Dabei werden verschiedenste Geräte herangezogen: Vom Smartphone bis zur Next-Gen-Konsole. Wir sehen uns die deutsche Branche einmal genauer an!
Begeisterung für Videospiele unter den Deutschen
Insgesamt 6 von 10 Deutschen sollen regelmäßig digitale Spiele konsumieren und sich auf verschiedenen Plattformen für Gaming die Zeit vertreiben. Dabei war der PC lange das Geräte Nummer 1 für Video- und Browserspiele. Mittlerweile hat das Smartphone den Gaming-PC jedoch seit mehr als fünf Jahren überholt. Das liegt unter anderem an der leichten Verfügbarkeit mobiler Spiele: Zum einen besitzen die meisten Menschen in Deutschland bereits ein Smartphone, zum anderen stehen viele Spiele-Apps kostenlos im Google Play Store oder App Store zur Verfügung.
Aber auch Konsolen, Tablets und PCs schreiben gute Zahlen. Insgesamt konnte mit der Branche 2023 ein Umsatz von 9,97 Milliarden erwirtschaftet werden. Damit ist der Sektor innerhalb von einem Jahr um 6 Prozent gewachsen. In Deutschland bringt die Spielebranche damit mehr Geld ein, als Kino, Filme, Streaming oder Musik. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit an erster Stelle. Es ist also klar: Deutschland ist ein Land der Gamer.
Online Ausgaben steigen anf
Die Art, wie Spieler in ihr Hobby investieren, hat sich in den letzten Jahren verändert. Heute gehen Ausgaben in der Spielbranche weit über den klassischen Kauf eines Titels hinaus. Viele Spiele – besonders im mobilen Bereich – bieten heute kostenlose Basisvarianten an, ermöglichen es Spielern jedoch, innerhalb der Games kleine Investitionen zu tätigen, um neue Skins oder Ausrüstungsgegenstände zu kaufen.
Gleichzeitig gewinnen Online Slots an Beliebtheit, die im virtuellen Casino erlebt werden können. Um zu spielen, kann entweder ein Bonus genutzt werden oder einen Einzahlung getätigt werden. Das Guthaben im Casino kauft einen Titel allerdings nicht langfristig, sondern dient als Einsatz, der zu einem Gewinn oder Verlust führen kann.
Eine weitere Alternative zum Einzelkauf von Spielen sind Abo-Modelle, die von Streaming-Diensten für Film und Fernsehen inspiriert wurden. Während man auf Netflix und Hulu auf zahlreiche Programme zugreifen kann, bieten PlayStation Plus oder der Xbox Game Pass eine Bibliothek an Spielen, die monatlich genutzt werden können. Diese Abos lohnen sich vor allem für Gamer, die gerne zwischen unterschiedlichen Spielen hin- und herwechseln oder einfach viel Abwechslung genießen möchten.
Förderungen für die deutsche Branche
In Deutschland gibt es viele Gamer. Diese nutzen jedoch oftmals Spiele aus Ländern wie Japan, China oder den USA. Grund dafür ist, dass die deutsche Spieleentwicklung in einigen Punkten hinten ansteht. So wurde etwa kritisiert, dass im Land zu wenig Fördergelder bereitgestellt werden, um den Industriesektor anzukurbeln und Game-Studios zu unterstützen.
2022 wurde deshalb eine bundesweite Förderung ins Leben gerufen, die 50 Millionen Euro jährlich für Entwickler zur Verfügung stellt. Kaum wurde der Antrag für die Fördermittel eröffnet, begegnete die Bundesregierung jedoch einer enormen Nachfrage. Nachdem es zu einem frühzeitigen Antragsstopp kam, erhöhte die Bundesregierung die Gelder um weitere 20 Millionen Euro. Leider reichten auch diese nur bis Mai 2023, seither wurde eine erneute Pause verhängt, die möglicherweise auch für das gesamte Jahr 2024 gelten wird.
Experten sehen das als großes Problem, schließlich kann die deutsche Games-Branche damit nicht auf ein Niveau wachsen, das am internationalen Markt konkurrieren kann. Damit besitzt Deutschland zwar eine gigantische Spielerschaft, verliert jedoch große Umsätze an Konzerne im Ausland.
Die deutsche Videospielbranche wächst unaufhörlich und ist damit zu einem der wichtigsten Wirtschaftssektoren des Landes geworden. In der Unterhaltungswelt bringt sie sogar höhere Umsätze als der Film-, TV- oder Musik-Sektor ein. Als Land der Gamer konnten 2023 fast 10 Milliarden Euro mit Hard- und Software umgesetzt werden. Diese Zahlen werden in den kommenden Jahren ansteigen.





















