AfD auf dem Vormarsch: Kurt Beck sieht „viele Parallelen zur Weimarer Republik“

Landtagswahlen im Herbst, AfD auf dem Vormarsch: Kurt Beck sieht düstere Parallelen zur Weimarer Zeit. Warum ihm die aktuelle Lage Sorgen macht.

3
Der frühere Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Kurt Beck (SPD). Foto: Andreas Arnold/dpa/Archiv

BERLIN. Der frühere SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat sich besorgt über die Zukunft der Demokratie in Deutschland geäußert. «Ich sehe in diesen Tagen viele Parallelen zur Weimarer Republik», sagte Beck den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

«Viele aktuelle Entwicklungen erinnern an diese Phase des Untergangs einer Demokratie.» Die Weimarer Republik war die erste demokratische Republik in Deutschland. Sie endete 1933 mit der Machtübernahme Adolf Hitlers und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Danach wurde Deutschland zur nationalsozialistischen Diktatur.

Mit Blick auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern im September werde ihm «sehr mulmig», sagte Beck weiter, der früher auch Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz war. Keine der demokratischen Parteien habe bisher ein Rezept gegen den Zulauf zur AfD gefunden, er auch nicht, sagte Beck. «Viele Menschen sind offenbar bereit, sich der Verlockung dieser Rechtsaußenpartei hinzugeben.»

Seiner Partei riet Beck auch angesichts schlechter Wahlergebnisse und Umfragewerte, die Sorge um die Demokratie zu thematisieren. «Wir müssen darüber diskutieren, was uns unsere Demokratie wert ist», sagte der SPD-Politiker. «Dazu gehört auch, dass wir über die Gefahr sprechen, dass unsere Demokratie von ganz links und ganz rechts ausgehöhlt wird – wobei die Gefahr von rechts unendlich viel größer ist. Ich sehe eine Chance für die SPD, dass wir über diese Debatte Menschen zum Mitmachen bewegen.» (Quelle: dpa)

3 Kommentare

  1. König Kurt, Verfechter des Bündnisses „unsereDemokratie“ …… er und seine Genossen tragen eine große Mitschuld daran, das wir da sind wo wir sind. Es MUSS sich was ändern. Gewaltig.

  2. Das Rezept gegen den Zulauf zur AFD nicht gefunden?

    Alleine daran sieht man schon wie weit die Politiker vom Volk entfernt sind.

  3. Begründungen für „Demokratieverlust/- Abbau/- Desinteresse/- mangelnde Bildung…..ect.“ mag es viele geben.Wenn gesellschaftliche Veränderungen eine Demokratie in Frage stellen läuft definitiv etwas falsch,allerdings nicht für jeden…wie sich aktuell in den USA beobachten läßt.Signifikante Bildungs – und Vermögensunterschiede stören einen demokratischen gesellschaftlichen Konsens empfindlich und nachhaltig.Besonders aus deutscher Sicht bedeutet das zu aller erst : Wehret den Anfängen !!!

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.