Mobilfunkmesswoche in Rheinland-Pfalz zeigt Schwachstellen bei der Versorgung

Die Bürger haben bei ihren Messungen die Funklöcher aufgezeigt. Nach der Analyse aller Daten soll es Gespräche mit den Mobilfunknetzbetreibern geben.

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Ein Mobilfunkmast steht auf einer Anhöhe. Foto: Andreas Arnold/dpa

MAINZ.Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer (SPD) hat eine positive erste Bilanz der landesweiten Mobilfunkmesswoche in Rheinland-Pfalz gezogen.

Die Versorgung mit 4G- und 5G-Mobilfunk im Land sei sehr gut, teilte der Minister am Freitag in Mainz mit. Es gebe jedoch noch vereinzelt Lücken, in denen nur Sprachmobilfunk (2G) oder gar kein Netz verfügbar sei.

Über 2800 Menschen hatten sich an der Messwoche beteiligt und fast 1,6 Millionen valide Messpunkte geliefert. Über 95 Prozent dieser Messpunkte hätten eine Versorgung mit 4G- oder 5G-Mobilfunk gezeigt, berichtete Schweitzer. Bei 3,2 Prozent der Messpunkte sei aber lediglich eine 2G-Versorgung angezeigt worden. Bei etwa 1,7 Prozent der Messpunkte sei keine Netzverfügbarkeit feststellbar gewesen.

«Wir werden die Daten nun gemeinsam auswerten und besprechen, in welchen Regionen wir im Laufe der kommenden Monate mit unserem Prüf- und Messdienst Schwerpunktmessungen zur Mobilfunkversorgung durchführen werden», erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller. Gemeinsam mit der Bundesnetzagentur sollen so regionale Schwerpunkte und Auffälligkeiten identifiziert werden, ergänzte Schweitzer.

Die Ergebnisse der Messwoche sowie der anschließenden Messfahrten werden nach Angaben des Digitalisierungsministers dann im Rahmen des Runden Tischs Mobilfunk mit den Mobilfunknetzbetreibern evaluiert. Auch die Bundesnetzagentur werde die gewonnenen Daten auswerten und in ihren Gesprächen mit den Mobilfunknetzbetreibern nutzen.

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