Trier: Klapphandy, Gameboy, VHS-Kassette – Ausstellung im Stadtmuseum rückt Ausrangiertes in den Mittelpunkt

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Ob Klapphandy, Game Boy oder Telefon mit Wählscheibe: Mit den Objekten, die in der Ausstellung im Stadtmuseum ab Juli präsentiert werden, verbinden viele Menschen Erinnerungen. Fotocollage: Stadtmuseum Simeonstift Trier

TRIER. Vermutlich hat jeder und jede ein oder mehrere Stücke in Schubladen und Schränken: Vergessene Alltagsgegenstände, die ausrangiert und aus der Mode gekommen sind.

Das Stadtmuseum Simeonstift widmet diesen Objekten und den Geschichten, die dahinterstecken, in diesem Jahr eine eigene Ausstellung.

Das berichtet die Trierer Rathaus Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe vom Dienstag.

Das ist jedoch bei Weitem nicht alles, was für 2024 geplant ist.

„Ausrangiert und aus der Mode. Vergessene Alltagsgegenstände aus Trierer Haushalten und ihre Geschichten“, lautet der Titel der Ausstellung, die am 7. Juli startet, wie Museumsdirektorin Dr. Viola Skiba verriet. Sie stellte im Dezernatsausschuss III vergangene Woche die Bilanz 2023 für ihr Haus vor und präsentierte eine Vorschau. „Das besondere an der Ausstellung ist auch ihr partizipativer Charakter“, erläuterte Skiba. 

Menschen können also mit Vergessenem oder Kuriosem, das vom Alltag aus früheren Zeiten erzählt und mit dem sie Geschichten oder Erinnerungen verbinden, im Museum vorbeikommen, wo die Objekte begutachtet werden.

Nächster Termin hierfür ist Sonntag, 10. März, ab 14 Uhr. Einen Termin gab es bereits Ende Januar. „Die Resonanz ist sehr gut. Viele Erinnerungen werden geweckt und das ist das Ziel der Ausstellung. Wir sind gespannt, was dabei rauskommt“, so Skiba.

Was die Besucherzahlen 2023 angeht, kann die Museumschefin, die am 1. September 2023 auf Dr. Elisabeth Dühr folgte, auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: „Wir haben die Durststrecke infolge von Corona überwunden. In einem normalen Jahr ohne große Landesausstellung konnten wir die Besucherzahlen mit gut 30.000 Personen gegenüber 2017 und 2019 leicht steigern. Damit sind wir sehr zufrieden“, so Skiba. Sehr gut sei die Resonanz auch bei den Angeboten der kulturellen Bildung im Stadtmuseum gewesen. So besuchten über 1200 Schülerinnen und Schüler und 280 Kita-Kinder die Einrichtung an der Porta. In der Pädagogik will das Museum immer wieder neue Formate anbieten – so sind für dieses Jahr unter anderem Angebote für Menschen aus dem Bereich des Autismus-Spektrums geplant.

Für das laufende Jahr hat das Stadtmuseum noch Weiteres auf der Liste: So können Gäste in der aktuell laufenden Sonderausstellung „Tell me more. Bilder erzählen Geschichten“ ihre Lieblingsbilder auswählen, die dann ab Juni in einer eigenen kleinen Ausstellung im Stifterkabinett präsentiert werden. 

Vom Ende dieses Jahres bis zum Frühjahr 2025 widmet sich das Museum dann dem „Trierer Mauerfall“: So jährt sich im nächsten Jahr der Abriss der Trierer Stadtmauer zum 150. Mal. Ein naheliegendes Thema, befinde sich doch im Keller des Hauses noch ein Stück Stadtmauer, wie Skiba verriet. „In der Ausstellung wollen wir beleuchten, welche Funktionen die Stadtmauer hatte, aber auch die Kontroverse, die es um deren Abriss gab.“

Weitere Projekte für 2024 sind eine besucherfreundlichere und inklusivere Gestaltung des Foyers, die Neugestaltung und Aktualisierung der Dauerausstellung und die verstärkte Bereitstellung digitaler Angebote. Zudem laufen bereits die Vorbereitungen für die nächste Landesausstellung, die sich 2025 dem römischen Kaiser Marc Aurel widmet.

(QUELLE: Trierer Rathaus Zeitung / Björn Gutheil, 13.02.24)

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