CDU-Fraktion im Saar-Landtag fordert bei Ford-Nachfolge “konkreten Plan B”

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Das Logo der CDU auf einem Parteitag. Foto: Michael Kappeler/dpa/Symbolbild

SAARBRÜCKEN. Bei der Suche nach einer Nachfolgelösung für das Ford-Gelände in Saarlouis hat die CDU-Landtagsfraktion die Landesregierung zum Handeln aufgefordert. Sie müsse «endlich die Realität» anerkennen und «einen konkreten Plan B» vorlegen, hieß es am Montag in einer Erklärung nach der Jahresauftaktklausur der Fraktion in der Abtei Tholey.

Es werde «zunehmend unwahrscheinlich, dass die Landesregierung ihr selbst gesetztes und mehrfach gerissenes Ziel» noch erreiche, einen Investor aus der Automobilindustrie zu finden, der in Saarlouis die Fahrzeugproduktion fortführe.

Statt «immer weiter Hoffnungen zu schüren und dann wieder zu enttäuschen, sollte die Landesregierung einen klaren Schnitt machen und ein tragfähiges Zukunftskonzept für das Ford-Gelände entwickeln», heißt es in der «Tholeyer Erklärung 2024». Als Beispiel nannte die Fraktion Zukunftsbranchen wie die Kreislaufwirtschaft (Recycling & Re-use), auf die auf dem Gelände stärker gesetzt werden sollte.

Mitte 2025 läuft die Produktion des Ford Focus am Standort Saarlouis aus. Zum 1. Januar 2024 sollte sich die Zahl der Beschäftigten von 4500 auf 3850 reduziert haben. Eine Betriebsvereinbarung sichert rund 1000 Ford-Beschäftigten einen Arbeitsplatz bis Ende 2032 zu.

Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hatte sich jüngst weiter zuversichtlich bei der Investorensuche gezeigt. Derzeit liefen noch die Gespräche mit einem Investor aus der Automobilindustrie, sagte sie Mitte Dezember. «Wichtig ist aber, dass es auch andere Alternativen gibt», betonte sie auch.

Zudem forderte die CDU-Landtagsfraktion in ihrem Papier zur Wirtschaftspolitik eine stärkere Förderung des Mittelstandes. Eine «einseitige Fixierung der Landesregierung auf die Großindustrie» sei falsch. Außerdem müsse der Blick stärker auf wissenschaftliche Expertise in Zukunftsfeldern wie Cybersicherheit, Künstlicher Intelligenz oder im Bereich Biotech gelegt werden, hieß es. (Quelle: dpa)

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