16 Städte vor dem Fernverkehr-Aus? Auch Trier steht auf der Warnliste

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Der Trierer Hauptbahnhof; Foto: lokalo.de (se)

TRIER. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) schlägt Alarm: Der geplante Einstieg des italienischen Bahnunternehmens Italo in den deutschen Fernverkehr könnte nach Einschätzung der Gewerkschaft Folgen für insgesamt 16 Städte haben. Auf der Liste steht auch Trier.

Besonders brisant: Nach Angaben der EVG könnte nicht nur bestehender Fernverkehr betroffen sein. In Trier könnte demnach sogar eine mögliche IC-Anbindung gefährdet werden.

Trier wartet seit Jahren auf bessere Fernverkehrsanbindung

Die Moselstadt gehört seit langem nicht mehr zu den klassischen Fernverkehrsknoten der Deutschen Bahn. Politik, Wirtschaft und Interessenverbände fordern seit Jahren eine bessere Anbindung an das überregionale Bahnnetz.

Aktuell verfügt Trier nicht über eine regelmäßige direkte IC- oder ICE-Anbindung. Wer von Trier aus in viele deutsche Großstädte reisen möchte, muss meist zunächst mit Regionalzügen fahren und an größeren Bahnknoten wie Koblenz, Saarbrücken oder Mannheim umsteigen. Genau deshalb wurden mögliche Verbesserungen der Fernverkehrsanbindung in der Region zuletzt mit großen Erwartungen verfolgt.

Gerade deshalb sorgt die aktuelle Warnung für Aufmerksamkeit. Während private Anbieter wie Italo vor allem auf stark nachgefragte und profitable Strecken setzen könnten, befürchtet die EVG Nachteile für Regionen abseits der großen Metropolen.

Was bedeutet das für Trier?

Konkrete Entscheidungen gibt es bislang nicht. Fest steht jedoch: Die Diskussion trifft Trier an einem empfindlichen Punkt. Die Region kämpft seit Jahren um bessere Fernverkehrsverbindungen und sieht darin einen wichtigen Standortfaktor für Wirtschaft, Tourismus und Pendler.

Für Trier ginge es dabei weniger um den Verlust eines bestehenden IC-Haltes, sondern vor allem um die Frage, ob mögliche künftige Verbesserungen wieder ins Wanken geraten könnten. Eine bessere Fernverkehrsanbindung wäre für die Moselstadt, die Universität, den Tourismus und die grenzüberschreitende Region Richtung Luxemburg ein wichtiges Signal.

Ob die geplanten Verbesserungen tatsächlich gefährdet sind, bleibt offen. Die Warnung der EVG zeigt jedoch, dass die Debatte um den künftigen Fernverkehr auch für Trier erhebliche Bedeutung haben könnte.

1 Kommentar

  1. Nur keine Aufregung. Dann schließt Trenitalia und die ÖBB die Lücke. Die sind pünktlich und haben saubere Züge. Und Trier war schließlich einmal Hauptstadt des Römischen Reichs. Da können fie Italiener ruhig mal ein paar Fernverkehrszüge an die Mosel schicken: IC „Imperatore Romano“ als Direktverbindung nach Rom sowie der IC „Porca Miseria“ nach Berlin. Und die Österreicher schicken den IC „Marie-Antoinette“ von Wien über Trier nach Paris.

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