Tödlicher Asylheim-Brandanschlag: Prozess nähert sich dem Ende – Sachverständiger wird gehört

Nach rund zehn Monaten könnte der Prozess um einen tödlichen Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim vor mehr als 30 Jahren vor dem Abschluss stehen. Am Dienstag soll ein Sachverständiger gehört werden - danach sind nicht mehr viele Verhandlungstage geplant.

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Teilnehmer einer Gedenkkundgebung für den 1991 bei einem Brandanschlag getöteten ghanaischen Asylbewerber Samuel Yeboah haben an einem Gedenkstein Blumen abgelegt. Foto: Harald Tittel/dpa

KOBLENZ. Im Prozess um einen tödlichen Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Saarlouis 1991 soll am Dienstag (9.30 Uhr) voraussichtlich ein Gutachter gehört werden. Nach diesem Prozesstag könnte die Beweisaufnahme vor dem Oberlandesgericht Koblenz abgeschlossen werden.

Bisher sind noch für den kommenden Montag und Dienstag Verhandlungstermine geplant. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 52 Jahre alten Angeklagten vor, aus rassistischer Gesinnung 1991 ein Feuer in einem Asylbewerberheim in Saarlouis gelegt zu haben.

Der damals 27-jährige Asylbewerber Samuel Yeboah aus dem westafrikanischen Ghana war infolge der Flammen gestorben. Der angeklagte Deutsche hatte im Prozess ausgesagt, bei dem Brand dabei gewesen zu sein. Gelegt habe das Feuer aber ein damaliger Bekannter. Der Prozess läuft bereits seit November vergangenen Jahres. (Quelle: dpa)

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