Kurz vor dem Aussterben: Zuchtprogramm soll Feldhamster in Rheinland-Pfalz retten

1
Ein Feldhamster schaut auf einer Ackerfläche aus seinem Bau.Uwe Anspach/dpa

MAINZ. Der Feldhamster in Rheinland-Pfalz steht kurz vor dem Aussterben. Ein Zuchtprogramm soll dabei helfen, die kleinen Nagetiere zu retten, wie das Umweltministerium in Mainz am Freitag mitteilte.

Demnach sollen einzelne Feldhamster gefangen und in Zuchtstationen vermehrt werden, ehe sie wieder in die Natur gelassen werden, hieß es.

«Die Situation zur Rettung der Feldhamster ist so dramatisch, dass wir über diese Maßnahme die genetische Vielfalt vor unserer Haustür schützen und erhalten wollen», sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Katrin Eder (Grüne). Das Vorgehen sei eine anerkannte Maßnahme, um die Art zu erhalten. Vor dem Hintergrund laufe ein Projekt der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz.

In dieser Woche sei zunächst nur ein Feldhamster gefangen worden. Das Weibchen kam demnach in die Feldhamster-Zuchtstation des Heidelberger Zoos. Nach der Fortpflanzung und der Geburt von Jungtieren kann das Tier wieder in sein Habitat zurückgebracht werden, hieß es.

Der Feldhamster ist eine der am stärksten bedrohten Säugetierarten Deutschlands. Laut Bundesamt für Naturschutz (BfN) lebt er bevorzugt auf Löss- und Lehmböden. Sie gehören aber auch zu den fruchtbarsten Ackergebieten. Nach Angaben des Umweltministeriums gefährde die immer frühere Getreideernte die Feldhamsterpopulation. Ohne Deckung seien die Nager dann etwa Greifvögeln und Füchsen ausgeliefert. Besonders gefährdet seien die Jungtiere, die in einem zweiten Wurf im Sommer geworfen werden. Daher seien Schutz- und Hilfsmaßnahmen auch vonseiten der Landwirtschaft gefragt.

Im Mainzer Raum gibt es den Angaben zufolge das größte bekannte Vorkommen von Feldhamstern.

1 Kommentar

  1. Was soll das bringen wenn die Tiere gleichzeitig keinen Lebensraum haben? Das ist genauso sinnlos wie wenn Habeck und Özdemir nach Brasilien fliegen um den Regenwald zu retten, …ich bin Cem, das ist Robert,…und die Zerstörung geht munter weiter.
    Wenn Tropenfische nur mehr im Aquarium und Feldhamster nur mehr im Käfig überleben können ist es besser sie in Würde aussterben zu lassen. Der Wolf ist nicht vom Aussterben bedroht, wenn man das ganze Geld in den Ankauf von ein paar Schutzflächen zum Schutz von Hamster und co steckte wäre das viel nützlicher. Es sind die kleinen Tiere die verschwinden, Hamster, Insekten usw.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.