Zwei Festnahmen wegen Verdachts auf Menschenhandel

0
Festnahme mit Handschellen durch die Polizei
Foto: Bundespolizei RLP

MAINZ/GIEẞEN – Bei Durchsuchungen aufgrund des Verdachts des Menschenhandels sind in der vergangenen Woche in Köln, Düsseldorf und im Raum Siegen zwei Männer festgenommen worden.

Das Amtsgericht Gießen habe im Anschluss Haftbefehle gegen die beiden Tatverdächtigen vollzogen, teilten die Staatsanwaltschaft Gießen und die Polizei Mainz mit.

Hintergrund: Über mehrere Jahre hinweg sollen nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft Transpersonen aus Brasilien nach Deutschland geschleust worden sein, um sie zur Prostitution zu zwingen und finanziell auszubeuten. 

Die Kriminaldirektion Mainz führte unter Leitung der Staatsanwaltschaft Gießen deswegen seit September 2025 ein verdecktes Ermittlungsverfahren gegen eine bundesweit agierende Tätergruppe brasilianischer Herkunft. Es bestehe der Verdacht, dass die Mitglieder der Gruppe sich des Menschenhandels, des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie der Geldwäsche schuldig gemacht hätten, hieß es.  

Im Januar sei bei Europol eine Task Force eingerichtet worden, der auch Brasilien angehöre. Neben den Durchsuchungen und Festnahmen in Nordrhein-Westfalen seien auch in Brasilien 13 mutmaßliche Briefkastenfirmen durchsucht worden. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Vorheriger ArtikelSchleich: Neue Freizeitangebote auf dem Mehrgenerationenplatz
Nächster ArtikelJugendlicher Hacker soll Uni des Saarlandes erpresst haben

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.