Lokalo.de Gratuliert: Peter Braun aus Trier-Süd feiert seinen 100. Geburtstag

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Engste Familie. OB Wolfram Leibe (Mitte) gratuliert Peter Braun zum 100. Geburtstag. Zuvor hatte er Ehefrau Röschen Blumen überreicht. Mit dem Jubilar freuen sich dessen Söhne Gregor, Jörg und Peter (v. l.).; Foto: Presseamt Trier

TRIER. Großes Fest bei den Brauns aus Trier-Süd: Familienoberhaupt Peter feierte am Samstag seinen 100. Geburtstag. Zu den Gratulanten gehörte auch OB Wolfram Leibe. Er übermittelte die Glückwünsche der Stadt und von Ministerpräsidentin Malu Dreyer.Peter Braun wuchs in St. Medard auf und ist seit August 1957 mit seiner in der Nachbarschaft aufgewachsenen Ehefrau Röschen verheiratet. Sie feiert demnächst ihren 90. Geburtstag. Zu ihrer Familie gehören drei Kinder, acht Enkel und elf Urenkel. Ein Sohn starb kurz nach der Geburt. Ein schwerer Schlag für die Brauns war dann 2020 der plötzliche Tod der einzigen Tochter.

Peter Braun begann schon mit 14 Jahren mit seiner Schuhmacherlehre, wurde mit 17 zum Militärdienst eingezogen, den er in der Kaserne in Feyen absolvierte. Dann folgte ab Oktober 1941 der Kriegsdienst, den Braun im Afrika-Korps ableistete. Nach der deutschen Kapitulation im Frühjahr 1945 kehrte er im Juli 1947 aus britisch-amerikanischer Gefangenschaft zurück. Er arbeitete direkt wieder in seinem angestammten Beruf, erwarb vor der Familiengründung seinen Meisterbrief und richtete sich eine Werkstatt in der Rottenfeldstraße ein. Als das wirtschaftlich immer schwieriger wurde, wechselte Peter Braun zur Deutschen Bundespost. Nicht nur an diesem Punkt in seinem Leben hat der Jubilar nach Einschätzung von OB Leibe Flexibilität und Mut zum Neuanfang gezeigt. Peter Braun wurde dann 1975 im Alter von 53 Jahren krankheitsbedingt in den Ruhestand versetzt.

Familie Braun lebte über 62 Jahre lang im eigenen Haus in der Medardstraße, das das Ehepaar erst 2019 altersbedingt gegen eine Wohnung in der Töpferstraße tauschte. Leibe bezeichnet es bei der Feier, an der mehr als 40 Gäste aus der Familie und dem Freundeskreis teilnahmen, als etwas ganz Besonderes und eine große Gnade, dass das Paar diesen langen Weg bis heute gemeinsam gehen kann. Es ist bis heute St. Medard und dem Trierer Süden sehr eng verbunden. Früher beherbergte man zum Beispiel regelmäßig Pilger der Bruderschaft St. Matthias, von denen einige zur Geburtstagsfeier angereist waren.

Noch heute lässt sich der Jubilar, der mittlerweile auf den Rollstuhl angewiesen ist, gern durch seinen Stadtteil fahren. „Seine Geschichten aus einem sehr langen Leben, das durch Gottvertrauen, Beharrlichkeit und Wertschätzung der Mitmenschen geprägt war, genießen wir dann immer“, berichtete Sohn Peter. Zu den Hobbys des Jubilars gehörte unter anderem das Singen: Peter Braun war lange Jahre im Gemischten Chor des MGV St. Medard aktiv.

(Quelle: Stadt Trier)

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