Wieder mehr Geflüchtete in Rheinland-Pfalz aufgenommen

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Die aus Afghanistan ausgeflogene Familie einer ehemaligen Bundeswehr-Ortskraft in Masar-i-Scharif sitzt auf einer Bank. Foto: Peter Zschunke/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

MAINZ. Die Liste der Herkunftsländer spiegelt die Konfliktlandkarte der Welt: Die meisten Flüchtlinge sind in diesem Jahr aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, Pakistan und Somalia nach Rheinland-Pfalz gekommen.

Erstmals seit dem Höchststand von 2015 sind 2021 wieder mehr Schutzsuchende aufgenommen worden. In den ersten elf Monaten waren es nach Angaben des Integrationsministeriums in Mainz 6104 Menschen, das ist eine Zunahme um 41,1 Prozent im Vergleich zu den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres. Im Gesamtjahr 2020 waren es 4851 Männer, Frauen und Kinder.

Die niedrigen Zugangszahlen 2020 wurden vom Integrationsministerium vor allem auf die Reisebeschränkungen infolge der Corona-Pandemie und auf die fortgesetzten Maßnahmen gegen die Einreise von Flüchtlingen an den europäischen Außengrenzen zurückgeführt. Zuvor war die Zahl der neu in Rheinland-Pfalz aufgenommenen Flüchtlinge nach dem Höchststand 2015 mit 52 846 Menschen stetig zurückgegangen.

Für die Erstaufnahme von Geflüchteten verfügt Rheinland-Pfalz über insgesamt 3880 Plätze an den fünf Standorten Trier, Bitburg, Hermeskeil, Kusel und Speyer. Dort waren Mitte Dezember 2736 Menschen untergebracht. Die Erstaufnahme-Einrichtungen sind damit zu 70 Prozent belegt.

Im Abschiebegefängnis in Ingelheim waren Mitte Dezember 19 Menschen inhaftiert, die nach einer Ablehnung ihres Asylantrags und ohne die Voraussetzung einer weiteren Aufenthaltsduldung für ausreisepflichtig erklärt wurden. Unter ihnen waren zwölf aus anderen Bundesländern. In den ersten elf Monaten des Jahres wurden in Ingelheim 350 Menschen vor ihrer Abschiebung inhaftiert, davon 115 auf Veranlassung von rheinland-pfälzischen Ausländerbehörden. Im Jahr zuvor waren es insgesamt 322 Abschiebehäftlinge, davon 103 aus Rheinland-Pfalz.

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8 Kommentare

  1. Hört doch endlich auf, Menschen, die durch halb Europa ziehen, “Flüchtlinge” zu nennen.
    In D gibt’s die meiste Kohle und selbst Mehrfachtäter werden seltenst abgeschoben, jetzt dank den rotgrünen wird das noch schöner.
    Deshalb wollen alle nach Germoney.

    (Wieder zensiert, weil politisch nicht korrekt?)
    Frohe Weihnachten, liebe lokalo-Redaktion; muss jetzt die Ente machen. 🙂

    • du musst ja ein wirklich total kaputtes Leben haben, wenn dir selbst an Heiligabend nichts besseres einfällt, als anonym im Internet voller Verbitterung gegen die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu hetzen. Lässt tief blicken, Hänschen….

      • @Opakretadosenfisch
        Sie müssen das ja nicht lesen, wenns Ihnen nicht passt, behalten Sie einfach die rosagrünrote Brille auf und „alles ist gut“ – fragt sich nur, für wie lange noch.
        Hans B. einfach nur recht – Punkt.
        Ich wüsste auch gerne mal die genauen „Anteile“ der 4851 Männer, Frauen und Kinder….wieviele davon waren wieder „junge Männer“? Das wird auch bald ein Problem….

  2. Das eigene Volk drangsalieren, in dem man es mit unsinnigen Lockdowns einsperrt, Urlaubsreisen erschwert oder unmöglich macht, aber die halbe Welt darf weiter fleißig zu uns rein spazieren, ohne die angeblich so tolle Impfung. Und warum ? Weil wir ja Geld zum rausschmeißen haben und diese Abzocker finanzieren dank linker Politik.
    Und nein, es sind keine Flüchtlinge. Wer durch die halbe Welt reißt, nur um sich in Deutschland dank seiner Sozialleistungen einen schönen Lenz zu machen, ist kein Flüchtling, sondern ein Reisender mit dem Ziel abzukassieren !

  3. “Geflüchtete” über mehrere sichere Staaten Eingereiste, erhalten bei uns den Asylstatus. Komplett bescheuert, diese Leute haben bei uns keine Ansprüche zu stellen, sie sollen heim kehren in ihre Heimatländer, ich möchte für diese Menschen keine Steuern zahlen!

  4. genau und von der Polnischen Grenze hört man seit der 4.Welle nix mehr genauso wie vor einem Jahr und Griechenland in der 3. Welle
    als in Afghanistan die HELFER im September ausgeflogen wurde hatte Bitburg/Prüm gleich 2000 neue Einwohner, angeblich sind doch alle nach Amerika ausgeflogen worden,
    Lüge über Lügen

  5. Wenn man massenhaft Wirtschaftsflüchtlinge aufnimmt , sollte man das unter ganz bestimmten Voraussetzungen tun und den Menschen klare Regeln setzen . Eine planlose und unstrukturierte Aufnahme wie sie bei uns seit Jahren gehandhabt wird , führt dabei automatisch zu Unzufriedenheit der heimischen Bevölkerung . Gemeint sind damit Sozialleistungen die mit keinerlei Bedingungen verknüpft sind , das Desinteresse die Sprache zu lernen , den Unwillen sich in den Arbeitsmarkt integrieren zu wollen und ettliches mehr . Von den Kriminellen die ganz gezielt in dieses Mekka einwandern , wohlwissend der lächerlichen Strafen , redet man besser garnicht erst – na denn mal frohe Weihnachten !

  6. Ich schlage vor einfach die Länder zu tauschen. Wenn alle hier sind, wird es dort friedlich und das Wetter ist auch noch meist schöner.
    😉

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