Tanga statt Maske: Crew wirft Maßnahmen-Gegner aus Flugzeug

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Foto: pixabay

FORT LAUDERDALE. Die Maskenpflicht sorgt immer wieder für Auseinandersetzungen, nicht nur in Deutschland. In den USA, die in dieser Woche den traurigen Höchststand von 800.000 Corona-Toten erreichten, sorgt insbesondere die Maskenpflicht in Flugzeugen immer wieder für Streit.

In Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida wurde nun ein 38-jähriger Corona-Maßnahmen-Gegner, der statt einer Schutzmaske einen roten Damentanga aufgesetzt hatte, von Mitarbeitern der Fluglinie United Airlines aus dem Flugzeug geworfen, mit dem er in die amerikanische Hauptstadt Washington hatte fliegen wollen, wie der Nachrichtensender n-tv unter Berufung auf US-Medien berichtet.

Der Mann erklärte, die Maskenpflicht sei „Unsinn“, weil das Virus nicht wisse, „dass wir uns in Flughöhe befinden“. Eine merkwürdige Argumentation, da es bei der von den US-Bundesbehörden verhängten Maskenpflicht ja nicht um die Flughöhe, sondern darum geht, dass viele Menschen stundenlang auf engem Raum nahe beieinander sitzen.

Gegenüber dem Fernsehsender NBC2 verglich der Maskengegner sich gar mit der afroamerikanischen Bürgerrechtlerin Rosa Parks, deren Weigerung, im Bus einen für Weiße reservierten Sitzplatz zu Räumen, im Jahre 1955 als Auftakt der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung zur rechtlichen Gleichstellung der Afroamerikaner gilt. Die Fluggesellschaft dagegen lobt die Crew für ihr konsequentes Handeln, wie n-tv berichtet: „Es sei begrüßenswert, dass die Besatzung das Problem noch vor dem Start angegangen sei und damit mögliche Probleme während des Flugs verhindert habe.“

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