Hahn-Pleite: Flugbetrieb ab Januar 2022 noch unsicher

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Der Tower des Regionalflughafens Hahn im Hunsrück ist zu sehen. Foto: Thomas Frey/Archiv

HAHN. Am Hunsrück-Airport Hahn ist nach seinem Insolvenzantrag noch unklar, ob dort auch ab Januar 2022 weiter große Maschinen starten und landen.

Für Oktober, November und Dezember 2021 fließe Insolvenzgeld auf die Konten der insgesamt rund 430 Mitarbeiter der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH (FFHG) und ihrer Schwestergesellschaften, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner am Mittwoch.

Im späteren eigentlichen Insolvenzverfahren müsse der Hahn «allerdings dann auf eigenen Füßen wieder stehen». Das «Nadelöhr» zu dieser Phase sei ein generelles Problem derartiger Verfahren. Er wisse, «dass es insgesamt mit Regionalflughäfen eher problematisch ist».

Der vorläufige Insolvenzverwalter sagte aber auch, es hätten sich erste mögliche Investoren in Eigeninitiative für den Hahn gemeldet. Dieser gehört zu 82,5 Prozent dem ebenfalls finanziell angeschlagenen chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen. Von Seiten der Interessenten gibt es laut Plathner bisher eine «mittelmäßig rege Ansprache». In einem nächsten Schritt werde ein internationaler Investorenprozess aufgelegt. Es gehe darum, «die beste Lösung für die Gläubigergemeinschaft zu finden».

Der stellvertretende FFHG-Betriebsratsvorsitzende Karl-Heinz Heinrich sagte, sein Gremium habe erst aus den Medien vom Insolvenzantrag erfahren. Nach dem ersten sehr großen Schock gebe es inzwischen aber eine «Vorhoffnung» in der Belegschaft, «dass ein Investor kommt und den Hahn zu einem erfolgreichen Unternehmen bringt». Heinrich ergänzte, das Frachtgeschäft laufe gut. Er persönlich würde auch noch für März 2022 als Passagier einen Flug vom Hahn buchen.

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