Clemens Hoch: Ungeimpfte nehmen anderen Plätze auf Intensivstationen weg

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Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). Foto: Andreas Arnold/dpa

MAINZ. Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) will Geimpften zunehmend mehr Freiheiten geben als Ungeimpften. «Alle, die sich immer noch nicht impfen lassen möchten, müssen damit rechnen, dass man sie sehr genau beobachtet. Denn sie nehmen wichtigen Patienten nach einem Herzinfarkt oder Autounfall im Zweifelsfall einen Platz auf der Intensivstation weg», sagte der Politiker der «Rhein-Zeitung» (Montag). Deshalb werde es auch im Winter weiter Einschränkungen geben müssen, «die aber jene umso mehr treffen werden, die nicht geimpft sind.» Eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen lehne er aber ab.

Zugleich müsse Ungeimpften die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich sein, sagte Hoch; etwa weil sich Kinder bis zwölf Jahre oder einige Erwachsene mit speziellen gesundheitlichen Problemen nicht impfen lassen können. Bei der in Arbeit befindlichen neuen Corona-Verordnung sollten «je nach Gefährdungslage erlaubte Gruppengrößen definiert werden, die nur um weitere Personen ergänzt werden dürfen, wenn diese geimpft oder genesen sind.»

Zudem will das Ministerium ab September in den Statistiken der Covid-19-Patienten zwischen Geimpften und Ungeimpften unterscheiden: «Das soll veranschaulichen, wie wichtig eine Impfung ist, um eine Erkrankung zu vermeiden. Denn mit großer Sicherheit erkranken Geimpfte nicht schwer an Covid-19, es sei denn, man ist hochbetagt oder erheblich vorerkrankt», so der Gesundheitsminister.

Das lange Zeit propagierte Ziel der Herdenimmunität hält Hoch mittlerweile für unrealistisch: «Die Impfquote, die wir realistischerweise erreichen können, wird nicht für ein vollständiges Verschwinden reichen.» Zugleich sagte er: «Wenn die Impfquote aller Erwachsenen auf mehr als 90 Prozent steigt, können wir wieder ein ganz normales Leben wie vor Corona führen.»

In Rheinland-Pfalz haben nach Daten des Robert Koch-Instituts vom Samstag bislang 60,3 Prozent der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz. Das entspricht in etwa dem Bundesdurchschnitt (60,1 Prozent). (dpa)

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19 KOMMENTARE

  1. „sehr genau beobachtet“?
    Niemand hat die Absicht, ein neues MfS zu bauen!

    Der „Herr“ Hoch ist wohl besser bei der SED aufgehoben oder sollte mal vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

    Meinen körperlichen Ekel beim Anblick solcher Leute möchte ich hier nicht weiter beschreiben….

  2. Der Herr Hoch ist genauso kleinkariert und langweilig wie sein Hemd und seine Krawatte. Solche dämlichen Sprüche können aber auch nur von einem kleinbürgerlichen Mitläufer-Langweiler ohne geistigen Tiefgang kommen.

  3. Respekt Herr Minister,…ein solch` unbedarftes Statement kurz vor der Wahl, wird Sie und Ihren korrupten Kanzlerkanditaten sicherlich viele Wählerstimmen kosten.

  4. Zitat: Denn sie nehmen wichtigen Patienten nach einem Herzinfarkt oder Autounfall im Zweifelsfall einen Platz auf der Intensivstation weg»
    Was sind eigentlich wichtige Patienten? Gibts auch unwichtige Patienten?

  5. Wir hier in den neuen Bundesländern mögen gar nicht gern beobachtet werden, egal ob geimpft oder ungeimpft. Jeder konnte die Informationen zu den Impfungen auswerten und eine Entscheidung für sich treffen. Diese ist vollumpfänglich zu akzeptieren. Eine Politik, welche mitten in der Pandemie untätig der Schließung von Krankenhäusern und dem Abbau von 6000 Intensivbetten zuschaut, kann meiner Meinung nach gar keine Verhaltensvorgaben mehr machen.
    Übrigens noch am Rande: Die Herdenimmunität ist eine wissenschaftliche These, welche nicht bewiesen und höchstwahrscheinlich nicht erreichbar ist. Dazu gibt es auch Literatur. Selbst in fast vollständig durchgeimpften Nationen (China-Masern, Masernausbruch Disneyland Florida, Grippe und aktuell Corona(Gibraltar)) können Virenerkrankungen immer wieder auftreten.
    Das es Politiker, Medien und Menschen in diesem Land gab, welche ernsthaft an eine Null-Covid-Strategie glauben konnten, war ein sichtlicher Beweis für den schlechten Bildungsstand und die moralisch geprägte faktenarme Diskussionskultur in der BRD.

  6. Genau. Die Ungeimpften Onfizierten, deren unter in einigen Bundesländern übrigens gar nicht erhoben werden, nehmen also den anderen Leuten Intensivplätze weg…genau wie die Raucher, Die Trinker, die unvorsichtigen Downhillfahrer, irgendwelche Deppen die nicht aufgepasst haben und eine Treppe runtergefallen sind, oder zu schnell gefahren und aus der Kurve geflogen sind… behandeln wir doch nur noch die Menschen die zu 100% nachweisen können dass sie ein unschuldiges Opfer sind. Egal ob sie in die Krankenversicherung eingezahlt haben oder nicht. Ich finde ja, Leute die geimpft sind und Impffolgen davontragen, sollte man ebenfalls im Flur liegenlassen. Die mussten sich ja unbedingt einem exeprimentellen Mittel aussetzen! Selbst Schuld. *Ironie Off*

  7. Was ist mit Rauchern, die mit Lungenkrebs auf intensiv sind? Oder Übergewichtige, die wegen des Übergewichts ein Herzleiden haben? Oder Fussballer, die sich beim Fussballspielen schwer verletzt hatten? Nehmen sie auch anderen den Intensivplatz weg? Sie haben sich ja ich selber dafür entschieden ungesund zu essen, zu rauchen und ein gefährliche Sportart auszuüben?

    Diese Spaltung zwischen „die guten“ geimpften und die „Bösen“ ungeimpften ist das aller Letzte!

  8. Oha, ein sterbenskranker Covid-Patient ist im Vergleich zu einem sterbenskranken „wichtigen“ Herzpatienten, ein „unwichtiger“ Patient. Wird dann bei dem Herzpatient auch zuerst überprüft, ob er geraucht, gesoffen und aufgrund seines Übergewichtes das Herzleiden selbst verschuldet hat? Von welchen kopfkranken Politikern wird unser Land regiert?

  9. Ich als Krankenschwester habe covid in nur wenigen Fällen erlebt. Und eines kann ich ganz sicher behaupten, es war bisher kein „gesunder“ Covid positiver auf Station.
    Schon vor 20 Jahren als ich als Schülerin auf der Intensiv war, mussten wir Anfragen vom Rettungsdienst ablehnen, weil unsere Intensiv Stationen voll belegt waren.
    Ich behandle meine Patienten alle gleich. Status Symbol, geimpft oder ungeimpft ist mir egal, jeder bekommt, was er braucht. Auch wenn es mir oft unverständlich ist, das ein Lungenkarzinom Patient rauchend in der Raucherecke steht und anschließend sich die Lunge aus dem Leib kotzt…. oder ein Alkoholkranker trotz schweren Diagnosen über Wochen Krankenbetten belagern, schwere übergewichtige Patienten mit heftigen Herz Kreislauf oder Magen Darm Erkrankungen sich Essen aus dem Mc Donalds mitbringen lassen…. Diabetiker nach Fuß Amputation heimlich Schokolade in ihrem Krankenbett essen… Und somit bekommt auch jeder Fahrrad- Fahrer der ohne Helm Kopfverletzungen nach einem Sturz in die Notaufnahme kommt Hilfe. Gerne auch ungeimpft. Und dick…. und schwarz…. und braun… und und und

    • Danke, Jazzy, für Ihren hervorragenden Kommentar.
      Aber Herr Hoch wird das nicht verstehen, denn da fehlt´s ein bisschen bei ihm …..

  10. Herr Hoch kommt aus Andernach, wen wundert da seine Aussage!! Und seine „Berufsausbildung“ praedistiniert ihn zur Stellungnahme zu gesundheitlichen Themen.
    Was würde da wieder für ein Volltrottel ins Ministeramt gehoben.

  11. Mir macht es Angst wenn ich sehe was für Leute hier in führenden Positionen sitzen. Meiner Meinung nach dokumentieren diese Aussagen des Herrn eine gefährliche Mischung von Ignoranz, Dummheit und Machtwahn.

    Es ist doch ganz einfach. Diese genbasierten Spritzstoffe haben nur eine Notfallzulassung. Jeder der sich das spritzen lässt übernimmt die Rolle des Versuchskaninchens, die Hersteller haften nicht für Folgeschäden.

    Da sich die angekündigten Leichenberge immer noch nicht zeigen wollen, verstehe ich jeden, der sich das nicht spritzen lassen will.

    Konsequenterweise könnte Herr Hoch doch auf die Krankenkassenbeiträge von Ungeompften verzichten. Oder sich einem Verfahren wegen möglicher Volksverhetzung stellen?

    • Mir macht Angst, wenn ich all die Querdenker betrachte, die auf die diesen Seiten ihre Unvernunft offenbaren und mit Argumenten ad personam unter die Gürtellinie zielen, statt sich mit den wirklichen Problemen der Pandemie auseinanderzusetzen. Für den querdenkenden Müll habe ich angesichts von Leid, schwerer Krankheit und Tod überhaupt kein Verständnis. Apropos: Ich bin für eine generelle Impfpflicht, der Masernimpfung vergleichbar. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass in meiner Jugend vor fünfzig Jahren so ein Trara um die Schutzimpfung gegen Kinderlähmung gemacht worden wäre. Abschließend hoffe ich, auf diesen Seiten hier in Zukunft auch wieder mehr denkenden Menschen als Krakeelern, Psychopathen und anderen „unterirdischen“ Gestalten zu begegnen. Redefreiheit ist eines, Verunglimpfung und Irreführung ein anderes.

      • Ich danke Ihnen für diese Lesermeinung, Marieluise !
        Für mich sind die übrigen Kommentare ein wirres Geschreibe, völlig am Thema vorbei und reine Frustbewältigung.

        Ich hatte ähnliches gestern zum Ausdruck gebracht. War der Redaktion aber wohl zu direkt?!

      • Hallo Frau Dreyer,
        klar, verstehen wir alle, Ihre tollen Argumente.
        Alle, die eine andere Meinung haben, sind Querdenker, Irreführer usw.
        Wie kann man den Impfstoff gegen Kinderlähmung mit einem dieser RNA-Versuchsstoffe vergleichen? Aber schön gehorsam sind Sie!

  12. „…müssen damit rechnen, dass man sie sehr genau beobachtet.“ Dieses Beamtendeutsch ‚beobachtet‘ heißt im Klartext: Psychoterror. Ein Bekannter von mir bekam mal Besuch von der Kripo, einer seiner Nachbarn wäre ein Ex-Drogendealer, der auch an Kinder verkaufte usw, ein ganz Schlimmer! Mein Bekannter solle nicht nur jegliches Verdächtige vom Nachbarn melden, sondern dem Nachbarn auch bei jeder Gelegenheit „durch die Blume“ mahnend gegenübertreten mit indirekter Ansprache. Also den Nachbarn aus dem Hinterhalt blöde von der Seite anmachen. Stippeln. Mein Bekannter hat dem Nachbarn alles zurück erzählt. Es stellte sich raus, der Nachbar war aufgrund Migräne ein Therapie-Kiffer -mit Privatrezept für den Knaster aus der Apotheke-, weil ihm die industriellen Medikamente nicht bekamen. Kurz darauf ist der Nachbar verschwunden, „unbekannt verzogen“. Wohl eher von den vielen ’netten Nachbarn‘ in die Klapsmühle genervt worden.

  13. Ich frage mich, wie so eine Stellenbeschreibung für einen Ministerposten aussehen könnte?
    Wahrscheinlich
    Wir suchen m/w/d – Sie können nichts, verfügen aber über kommunikationsgeschick und viel theoretisches Wissen (wer braucht schon Praxis = sind ja keine Ärzte), am besten passen Sie zu uns, wenn Sie auch in der Wüste Sand verkaufen können! Verfügen optimal über ein Studium gerne auch Abbrecher. Sind bereit auch über die normale Arbeitszeiten Lobbyisten um ihr Geld zu bringen.
    Dann lassen Sie sich aufstellen, wir brauche SIE! 😉
    Leider habe ich nicht so die rhetorik drauf – sonst würde ich mich auch bewerben, bin leider aus der Praxis und nein kein Arzt (auch keine Sprechstundenhilfe) 😉
    So späßle gemacht – bleibt sauber !!

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