„Gehört zu Trier wie die Porta Nigra“: Aktionsbündnis „Exhaus bleibt!“ startet Bürgerbegehren

10
Als Als vertretungsberechtigte Personen für das Aktionsbündnis konnten der Rapper DMO, Sabine Dengel, eine Sängerin der Funk-Soul-Band 'Black Porta Project' und der Bassist der Ska-Band 'Juggernout' Jan Ludes-Foroughi gewonnen werden. Foto: 'Aktionsbündnis Exhaus bleibt!'

TRIER. Das „Aktionsbündnis Exhaus bleibt!“ startet ab sofort ein Bürgerbegehren zum Erhalt des Exzellenzhauses in der Zurmaiener Straße. Dieses soll nach dem Willen der ehrenamtlichen Aktivistinnen und Aktivisten nach der Sanierung wieder „der Jugendarbeit und Jugendkulturarbeit“ zugeführt werden.

Als vertretungsberechtigte Personen konnten der Rapper DMO, Sabine Dengel, eine Sängerin der Funk-Soul-Band ‚Black Porta Project‘ und der Bassist der Ska-Band ‚Juggernout‘ Jan Ludes-Foroughi gewonnen werden.

Der 28 Jahre alte Trierer Hochschulstudent und Rapper DMO bemerkt: „Der Trierer Jugend fehlt ein Anlaufpunkt, ein Raum zum experimentieren – und das mit pädagogischer Begleitung. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Lage für Kinder und Jugendliche weiter verschlechtert und Raum für alternative Musik und Subkultur ist noch kleiner geworden.“

Die 51jährige Pflegedienstleitung Dengel fügt hinzu: „Das Exhaus ist ein Alleinstellungsmerkmal für Trier-Nord, die Stadt und die ganze Region. Hort, Fanprojekt, Bandproberäume, alternative Konzerte, Mädchenflohmarkt – alles unter einem Dach. Wo gibt’s das schon? Wir werden das Exhaus nicht aufgeben!“ Jan Ludes-Foroughi, der 42jährige OP-Fachkrankenpfleger, ist schon etliche Male im Exhaus als Musiker aufgetreten und sagt: „Das Exhaus gehört für mich genau so zu Trier wie die Porta Nigra oder das Amphitheater. Deshalb ist es wichtig, dass das Exhaus auch in Zukunft für unsere Kinder und Jugendlichen, sowie für die Kultur und die Veranstaltungen zur Verfügung steht.“

Mit dem Bürgerbegehren hoffen die drei Gesichter der Kampagne, das Aktionsbündnis und viele Triererinnen und Trierer, das geschichtsträchtige Haus wiederherzustellen und zu erhalten. Das Aktionsbündnis ruft auf seiner Homepage dazu auf, nicht nur selbst für das Bürgerbegehren zu unterschreiben, sondern auch beim Sammeln von rund 4.500 Unterschriften zu helfen.

Kontakt: bb@exhaus-bleibt.de
Weitere Infos unter: https://exhaus-bleibt.de

Vorheriger ArtikelVRT-KombiTicket: Mit Bus und Bahn kostenlos zu Triers Veranstaltungen fahren
Nächster ArtikelLenkung blockiert? Unfall auf der B 269: Zwei Pkw erleiden Totalschaden

10 KOMMENTARE

  1. Naja, „Jedem das Seine“ – aber ich habe das EX-Haus in meiner Jugendzeit nicht gebraucht (da gab es noch Canapee, Boccacio, Maxim, San Malo, etc….. und meine nun erwachsenen Kinder auch nicht – das Gebäude ist total marode – also WARUM noch Geld darin zu versenken – und zwar VIEL GELD?
    Es wäre doch angeblich, lt. Stadtrat, so viel dringlicher, bezahlbaren Wohnraum zu bauen – also, Investoren her und bezahlbare Wohnungen bauen – dann werden wenigstens Mariahof, Brubacher Hof, etc. hoffentlich von den „Erweiterungswünschen“ (bzw. Grundsteuereinnahmen…) der Stadt verschont und man erfüllt die Wünsche der mehrheitlichen Stadtbevölkerung nach mehr Wohnraum.

  2. Ich versuche es noch einmal:
    Das EX-Haus Gebäude ist marode und nur mit viel, sehr viel Geld instandzusetzen – rausgeworfenes Geld – auch wenn Lokalo.de scheinbar anderer Meinung ist.
    Die Flächen sollten für die, lt. Stadt, fehlenden Wohnungsbauflächen verwendet werden, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen!
    Zudem würden dann andere Stadtteile hoffentlich verschont und entlastet, mit der verzweifelten Suche der Stadt nach Wohnungsbauflächen…..und bleiben als Naherholungsgebiete erhalten (Brubacher Hof etc.).
    Also, weg mit dem SCHANDMAL EX-Haus, so fürchterlich, unansehnlich verunstaltet durch Schmiergraffiti.

      • @Muselmann
        Wow, toller Kommentar, so einfallsreich – Hass? Warum sollte ich „Hass“ auf, oder wegen eines Gebäudes empfinden?
        Ich habe keine Verbindung zu diesem Schandmal, war nie dort, wollte auch NIE dort rein, keine Sorge – mein Musikgeschmack war dort nicht präsent, von den „Gestalten“, die man ab und zu beim vorbeifahren sah, hab ich auch nie was gehalten und wollte auch keinen Kontakt „zu solchen“.

  3. @ M. Ferring

    Teilweise stimme ich Ihnen zu, In meiner Jugend in den 70ern wurde im Ex Haus noch richtige Jugendarbeit geleistet. Dort war beispielsweise eine der wenigen Möglichkeiten für junge Bands einen Proberaum zu bekommen. Das Ex Haus war ein attraktiver Treffpunkt, weil es ansprechende Angebote gab.

    In den Jahren danach wurde nicht nur das Gebäude vernachlässigt, sondern auch die Jugendarbeit. In erster Linie diente das ExHaus als Beschäftigungstherapie und EInkommensquelle für wenig ambitionierte Sozialpädagogen, die nur wenig Engagement für ihre Klientel gezeigt haben.

    Ich stimme Ihnen zu, das EXHaus ist Geschichte und die Stadt sollte in sinnvollere Alternativen investieren.

  4. @ Ferring.
    Jmd der Boccacio, Maxim, San Malo etc besucht hat hat auch denn Sinn des EX-Haus nicht verstanden.
    2Welten prallen aufeinander , gell ? Ich bin von den 70zigern bis Mitte 80 Besucher , Anpacker etc dort gewesen: Wir hatten unsere Räume , Proberäume und es war einfach nur geil. Folk -Feste , Konzerte im Balkensaal , Anti Diso Mafia und vieles mehr .
    Sozialrbeiter wie L. Blum , R.Schwickerath etc . waren die “ Helden “ .

  5. Man sollte alles was da noch so steht an einen Investor verkaufen. Das Geld, was man rein stecken müsste plus den Verkaufserlös bitte nehmen und an anderer Stelle solch eine Stätte aufbauen. Diese vernünftig betreiben, bewirtschaften usw. Es gibt genug Personen, die bestimmt weiter Spass und Freude an diesen Dingen haben werden. Ich finde es schade, dass alles so abgewirtschaftet wurde, obwohl ich es selber nicht bräuchte, aber eben viele andere. Nur: nichts tun ist auch keine Lösung.

  6. Das Ex-Haus hat immer gestunken, deshalb gehört es abgerissen. Wir brauchen doch Platz für Merkelgäste!!!
    Gäste, die ganz pflegsam mit dem neuen Wohnraum umgehen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.