Forstamt Trier: Waldbrandgefahr steigt an

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Foto: Eric Paul Zamora/dpa/Symbolbild

TRIER. Das Forstamt Trier weist die Bevölkerung auf die steigende Waldbrandgefahr hin und bittet um Achtsamkeit und Mithilfe. Forstdirektor Gundolf Bartmann, Leiter des Forstamtes Trier, erklärt: „Da die Trockenheit und Hitze anhält, steigt die Waldbrandgefahr rund um Trier und in der Region“. Mittlerweile weist der Deutsche Wetterdienst in seinem Gefahrenindex für die Region eine hohe Waldbrandgefahr aus.

Ca. 90 % aller Wald- und Flurbrände gehen auf unvorsichtigen Umgang der Menschen mit offenem Feuer im Wald und in Waldesnähe zurück. Waldbrände können auch durch Blitzschlag oder weggeworfenes Glas entstehen. Sie haben auch in der Region Trier in den letzten trocken-heißen Jahren zugenommen und waren sämtlich auf unvorsichtiges Verhalten zurückzuführen.

Zwar ist grundsätzlich zu begrüßen, dass immer mehr Menschen den Wald zur Erholung und zum Freizeitsport aufsuchen, gerade deshalb aber weist das Forstamt Trier gemeinsam mit den Feuerwehren alle Naturfreunde und Waldbesucher eindringlich auf folgende Verhaltensregeln hin:

Das Rauchen im Wald ist strengstens verboten. Bitte machen Sie Raucher höflich darauf aufmerksam.

Das Grillen und Anlegen offener Feuer im Wald und in Waldesnähe ist ebenfalls verboten. Bitte nutzen Sie ausschließlich offizielle Grillplätze und lassen Sie auch hier größte Vorsicht wegen des Funkenflugs walten. Flexible Einmalgrills stellen eine besondere Gefahr da.

Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze; trockene Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren unter den Autos entzünden!

Halten Sie alle Zufahrten zu Wäldern und die Waldwege für die Rettungsfahrzeuge vollständig frei.

Bitte melden Sie jede, auch kleinere Rauchentwicklung außerhalb der Siedlungsgebiete unter Notruf 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei). Die Angabe der im Wald an Wegkreuzungen beschilderten Rettungspunkte (grüne Tafeln mit weißem Kreuz und einer Nummer) erleichtert die rasche Bekämpfung.

„Unsere Wälder, die Tiere und Pflanzen können im Brandfall nicht evakuiert werden. Sie sind schutzlos dem Feuer ausgeliefert, Totalverluste der Lebensräume sind neben dem wirtschaftlichen Schaden die bittere Folge“ so Bartmann. Besonders gefährdet sind Nadelholzreinbestände mit trockenem Unterholz und Wälder mit starkem Besucherandrang. Dank des seit Jahrzehnten in Rheinland-Pfalz planmäßig entwickelten, hohen Laubholzanteils und der Vielfalt in unseren Wäldern durch den naturnahen Waldbau haben wir einen natürlichen Waldbrandschutz, weswegen großflächige Brände wie in Schweden oder Südeuropa hier nicht zu befürchten sind. Die Zusammenarbeit zwischen den sehr gut ausgerüsteten Feuerwehren, Forstämtern und sonstigen Einsatzkräften wird regelmäßig geübt und sei hervorragend, so Bartmann. Auch seien die landesweiten Einsatzpläne aktualisiert worden. Das Heranführen von Wasser in unwegsame Waldgebiete bleibt aber eine logistische Herausforderung.

„Die Revierförster der örtlichen Förstereien, die Feuerwehr und die Polizei sind bei ihren Bemühungen zum aktiven Waldschutz auf die Mithilfe aller Bürgerinnen und Bürger angewiesen,“ so der Appell des Forstamtes Trier.

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