„Fairen Anteil an Entwicklungen“ – Waldbesitzer hoffen auf höhere Holzpreise

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Holzstämme; Symbolbild; Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Waldbesitzer und Forstbetriebe im Saarland und in Rheinland-Pfalz rechnen für dieses Jahr mit steigenden Preisen für Rundholz, also Rohholz aus dem Wald. Grund dafür seien die Materialknappheit bei dem verarbeiteten Schnittholz, ein Rückgang des Borkenkäfer-Befalls und ein neues Bewusstsein bei Kunden, die nun auch leicht verfärbte Hölzer akzeptierten.

Aktuell werde mit den Sägewerken über Lieferungen für die nächsten Monate verhandelt und um ein neues Preisniveau gerungen, so Vertriebsleiter Klaus Dunkel von Landesforsten Rheinland-Pfalz. «Der Waldbesitz möchte einen fairen Anteil an den Entwicklungen auf dem Schnittholzmarkt erzielen», sagte er.

Laut Dunkel haben sich die Preise für Rundholz von 2018 bis zum Tiefststand im Sommer 2020 mehr als halbiert. «Seit vier Wochen ziehen sie wieder an», sagte Wolfgang Pester, Geschäftsführer des Saarländischen Waldbesitzerverbandes. Nach Ansicht der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sind die massive Verteuerung von Baumaterial und Materialengpässe ein Problem für Bauwirtschaft und Handwerk. «Sie kann im wieder einsetzenden Wirtschaftsleben zur Investitionsbremse werden», warnte sie.

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