Ermittlungen gegen ärztlichen Mitarbeiter wegen Missbrauchs von Patientin

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Foto: dpa-Archiv

HOMBURG. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt nach eigenen Angaben gegen einen «ärztlichen Mitarbeiter» wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch einer Patientin und auf Besitz von Kinderpornografie.

Der Mann soll bereits 2018 in der Notaufnahme des Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg eine «erwachsene Patientin ohne medizinische Indikation unangemessen berührt haben», teilte die Staatsanwaltschaft am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit. Erst vor Kurzem solle er über das Internet Kontakt zu der Frau aufgenommen haben, was letztlich eine Strafanzeige von ihr ausgelöst habe.

Nach der Sicherstellung seines Handys ergaben sich laut Staatsanwaltschaft zudem der mutmaßliche Besitz von Kinderpornografie und ein entsprechendes zweites Ermittlungsverfahren. Am 7. Mai sei der Arbeitsplatz des Beschuldigten im UKS durchsucht worden – ohne andere Beweismittel sicherzustellen. «Ein Zusammenhang zwischen der ärztlichen Tätigkeit und dem weiteren Tatverdacht stellt sich nicht dar», ergänzte die Behörde.

Über den Fall hatten schon zuvor Medien berichtet. Bereits 2019 war das UKS zudem in die Schlagzeilen geraten, als bekannt wurde, dass ein anderer, 2016 gestorbener Assistenzarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie mehrere Kinder bei Untersuchungen sexuell missbraucht haben soll.

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