Bildung: Kritik an freiwilligen Testungen in Schulen – Hubig nennt drei Gründe

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Coronavirus - Tests an einer Grundschule © dpa-Bildfunk/Matthias Balk

MAINZ. Nach den Osterferien sollen sich Kinder und Jugendliche einmal wöchentlich in der Schule auf Corona-Infektionen testen – das dafür geplante Vorgehen stößt aber auf Kritik des Philologenverbands.

«Es leuchtet überhaupt nicht ein, warum Selbsttests nicht zuhause im geschützten Raum der Familie durchgeführt werden, wenn sie laut Bildungsministerium ohnehin nur auf freiwilliger Basis stattfinden sollen», sagte die Landesvorsitzende des Verbands von Lehrkräften an Gymnasien, Cornelia Schwartz, am Donnerstag.

«Wir bringen Kinder und Jugendliche mit dem Testen im Klassenzimmer in Situationen, die in der betreffenden Lerngruppe zu unnötigen Krisen und Konflikten führen können», kritisierte Schwartz. Schließlich erlebten dann alle mit, wenn ein Test positiv ausfalle. Selbsttests müssten daher entweder in den Familien oder unter Anleitung vom medizinisch geschultem Personal außerhalb der Schulen durchgeführt werden.

Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) nannte am Mittwoch drei Gründe, warum die Selbsttests in der Schule und nicht zuhause stattfinden sollten. Den Kinder und Jugendlichen könne so am besten vermittelt werden, wie dieser Test richtig vorzunehmen sei. «Zum anderen ist es uns wichtig, einen Überblick zu erhalten, wie hoch die Teilnahmequote ist.» Und schließlich werde so sichergestellt, dass positive Fälle auch gemeldet würden. Bei einem positiven Test solle alles getan werden, um in der Lerngruppe sensibel damit umzugehen und eine Stigmatisierung zu vermeiden.

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