Außergewöhnliche Herausforderungen: Die Bilanz der Trierer Freiband-Saison 2020

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TRIER. Im Sportausschuss am vergangenen Mittwoch stellte Matthias Ulbrich vom Amt für Schulen und Sport die Bilanz der Freibad-Saison 2020 vor. Er fasste zusammen: „Eine außergewöhnliche Situation mit außergewöhnlichen Herausforderungen, mit der man trotzdem sehr zufrieden sein kann.“ Die Rathaus Zeitung stellt die Einzelheiten vor.

Die vergangene Freibadsaison war von der Corona-Pandemie geprägt. Der bekannte und gewohnte Regelbetrieb in den Freibädern war wegen der Situation und der damaligen Corona-Bekämpfungsverordnung nicht möglich. Bürgermeisterin und Sportdezernentin Elvira Garbes zeigte sich trotzdem sehr zufrieden mit dem Saisonverlauf: „Wir haben es unter schwierigen Voraussetzungen und hohem Zeit- und Erwartungsdruck geschafft, sowohl das Nord- als auch das Südbad am 20. Juni 2020 zu öffnen, nachdem feststand, dass einige Freibäder in der Region Trier überhaupt nicht öffnen werden.“

Im Rahmen der Schutz- und Hygieneregeln wurde die Besucherzahl begrenzt. Im Südbad durften sich täglich insgesamt 1000 Personen, verteilt auf zwei Zeitfenster, und im Nordbad insgesamt 600 Personen, verteilt auf drei Zeitfenster, aufhalten. Tickets mussten vorab über ein Online-Reservierungssystem gebucht werden. Die Eintrittspreise wurden reduziert und vereinfacht.

Bis zur Schließung Ende September verzeichnete das Nordbad 100 Betriebstage, das Südbad sieben weniger. Normalerweise beginnt die Freibadsaison am 1. Mai, weshalb den Bädern jeweils 51 Betriebstage fehlten. Bereits im Vorfeld wurde davon ausgegangen, dass bei einer Öffnung unter diesen Voraussetzungen mit einem Rückgang der Besucherzahlen und entsprechenden Mindereinnahmen gerechnet werden musste.

Einnahmen von knapp 140.000 Euro

Das Nordbad verkaufte in der vergangenen Saison 31.592 Tickets, das Südbad 34.319. Insgesamt hatten die beiden Bäder zusammen 65.911 Gäste, davon die meisten im August. Einschließlich 2020 wurden in den letzten zehn Jahren pro Saison durchschnittlich rund 130.000 Badegäste registriert. Spitzenjahr war 2018 mit mehr als 172.000. Die durchschnittlichen Einnahmen liegen bei rund 288.000 Euro pro Jahr. Rein von den Zahlen her betrachtet ist damit die Freibadsaison 2020 mit knapp 66.000 Besuchern und Einnahmen von knapp 140.000 Euro zwar als „weit unterdurchschnittlich“ zu sehen, doch Ulbrich betonte, dass unabhängig davon, den Badegästen unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen eine echte Alternative geboten worden sei, nachdem viele Menschen wegen der Corona-Pandemie nicht in den Sommerurlaub fahren konnten. Die Mitglieder des Ausschusses bestätigten diese Einschätzung.

Garbes lobte auch die Konzepte und die Disziplin der Badegäste, denn die erarbeiteten Betriebs- und Hygienekonzepte hätten gegriffen und seien sehr gut umgesetzt worden. Die Badegäste hätten sich insgesamt sehr diszipliniert an die Schutz- und Hygieneregeln gehalten, sodass in beiden Trierer Freibädern kein Sicherheitsdienst beauftragt werden musste, berichtete die Bürgermeisterin.

(text: Johanna Pfaab (Rathauszeitung)

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