9 Meter am Pegel Trier möglich: Mosel und Rhein schwellen weiter an – Gefahr von Überschwemmungen

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TRIER/MAINZ. Wegen häufiger Regenfälle und Schneeschmelze schwellen Mosel und Rhein deutlich an – es könnte zu Überschwemmungen kommen. Für Mosel, Saar und Sauer kündigte die Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz am Donnerstag zunächst steigende Wasserstände bis Sonntag an. «Am Pegel Trier ist ein Anstieg bis in den Bereich von 900 Zentimetern möglich», hieß es. An der Saar könnte der Pegelstand bei Fremersdorf etwa 500 Zentimeter erreichen.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) sprach von viel Regen in den kommenden Tagen und Tauwetter in den Mittelgebirgen. «Die Flüsse werden voll», sagte ein Meteorologe.

Normalpegel in Trier bei 3,50 – 6,95 Metern

Der Normalpegelstand in Trier liegt bei 3,50 Metern – ab 6,95 Metern wird hier die Moselschifffahrt gestoppt. Ab einem Trierer Pegelstand von etwa acht Metern gibt es meist erste Überschwemmungen in Gemeinden an der Mittelmosel. Ein Pegelstand ist eine relative, von einem willkürlich festgelegten Punkt aus gemessene Wasserhöhe.

Das Hochwassermeldezentrum Rhein teilte mit: «Am Mittelrhein werden die höchsten Wasserstände derzeitigen Vorhersagen zufolge frühestens am Montag erreicht.» Hier zeichne sich ein Hochwasser ab, wie es statistisch alle zwei bis fünf Jahre vorkomme. Am Oberrhein könnten die Höchststände auch schon am Sonntag erreicht werden.

Die Stadt Koblenz kündigte an, die Feuerwehr werde an diesem Samstag die mobile Hochwasserschutzwand in besonders gefährdeten Stadtvierteln weiter aufbauen. Am vergangenen Samstag war deren erster Teilabschnitt errichtet worden. Vier Hochwasserschutztore an anderen Stellen sollten an diesem Freitag geschlossen werden. Ab Samstagmorgen sollten laut der Stadt Koblenz neue Halteverbotszonen für Autos gelten – falsch geparkte Fahrzeuge würden abgeschleppt. In Koblenz mündet die Mosel in den Rhein.

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