Bauern- und Winzerverbände: Ausländische Erntehelfer sollen länger bleiben

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Erntehelfer Robin trägt die gelesenen Rieslingtrauben weg. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

REGION. Die Bauern- und Winzerverbände in Rheinland-Pfalz wollen für die bevorstehende Ernte während der Corona-Pandemie wieder einen längeren Aufenthalt ausländischer Erntehelfer. Der Zeitraum für sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung müsse erneut von 70 auf 115 Arbeitstage verlängert werden, sagte Barbara Wolbeck vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau in Koblenz der Deutschen Presse-Agentur.

«Das trägt erheblich zur Reduzierung des Infektionsrisikos bei, da letztlich viel weniger Mobilität bei Saisonarbeitskräften nötig ist und weniger von ihnen nach Deutschland einreisen müssen», sagte die Geschäftsführerin des Landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbands Rheinland-Nassau.

Ähnlich sieht es der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd. Diese Regelung habe im vergangenen Jahr wesentlich zur Entschärfung der Lage beigetragen, meinte Hauptgeschäftsführerin Andrea Adams.

«Wegen der Pandemie konnte leider nur eine kleine Zahl der Helferinnen und Helfer nach Deutschland kommen.» Wer aber angereist sei, sei bereit gewesen, vier oder fünf Monate statt der sonst üblichen drei Monate in Deutschland zu arbeiten, sagte sie in Mainz.

Um die Erntehelfer vor allem aus Osteuropa gab es 2020 lange Diskussionen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) einigten sich dann darauf, 80 000 ausländische Helfer unter Auflagen einreisen zu lassen.

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