Umbau angelaufen: Vorfreude auf die Badesaison 2022 im Trierer Freibad Nord

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Sebastian Schön (Leiter der Gebäudewirtschaft Trier) und Werner Bonertz (Geschäftsführer der SWT Bäder GmbH) präsentieren die Pläne für das neue Nordbad . Foto: Stadtwerke Trier

TRIER. Das Freibad Nord ist eine der beliebtesten Freizeiteinrichtungen der Stadt, was die Zahl von durchschnittlich 60.000 Badegäste pro Saison unterstreicht.

Doch das 1956 in Betrieb genommene Bad ist in die Jahre gekommen und muss für rund 7,8 Mio. Euro saniert werden. Von diesem Betrag entfallen alleine 6,3 Mio. Euro auf die SWT Bäder GmbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Trier, das ab 2021 die Betriebsführung aller Trierer Schwimmbäder übernimmt. Weitere 1,5 Mio. Euro kommen von der Stadt und dem Land Rheinland-Pfalz. Da die Arbeiten umfangreich sind und viel Zeit erfordern, fällt in diesem Jahr die Badesaison aus.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe betont die Vorteile, die die Zusammenführung der Bäder in einer Gesellschaft für die Bürgerinnen und Bürger bringen wird: „Wir haben den Stadtwerken als Tochterunternehmen der Stadt diese Aufgabe übertragen. Das ermöglicht uns den wirtschaftlichen Umgang mit Haushaltsmitteln und – wie hier im Nordbad – schnelle Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger durch die Investitionen in eine bessere und moderne Ausstattung des Freibads. Die Bädergesellschaft ist damit ein Gewinn für alle Seiten.“

Werner Bonertz, Geschäftsführer der neu gegründeten Bädergesellschaft, erläutert die Hintergründe für die gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt Trier abgestimmte Komplettsanierung des Nordbades: „Die Bedürfnisse der Menschen haben sich im Laufe der Zeit deutlich verändert. Und da wir alle Zielgruppen erreichen wollen, tragen wir dem nun mit einer familien- und seniorenfreundlich sowie sportlerorientierten Planung Rechnung.“ Was für ihn mindestens ebenso wichtig ist: „Unser besonderer Augenmerk liegt auf einer energieeffizienten Technik.“

Die ersten Arbeiten sind angelaufen. Das alte, etwas abseits gelegene Planschbecken sowie ein sanierungsbedürftiger Teil der umgebenen Begrenzungsmauer haben die Bagger bereits abgerissen. Auch in Zukunft wird es für die Kleinen ein Planschbecken mit Spielbereich und Sonnensegel geben, doch diese Anlage befindet sich künftig näher an dem neuen Nichtschwimmerbereich. Die alte Wasserrutsche wird durch eine neue, in Wellen geformte Breitrutsche mit mehreren parallel laufenden Bahnen ersetzt. Anders als die alte Rutsche mündet die neue Breitrutsche nicht in das große Becken, sondern hat ein eigenes sogenanntes Landebecken.

Durch den Einbau einer Edelstahlkonstruktion erfährt auch das große Schwimmbecken eine Modernisierung. Die Größe an sich verändert sich zwar nicht, wohl aber die Einteilung. Statt der bislang acht Bahnen mit einer Länge von 50 Metern wird es künftig nur noch sechs geben. Dazu kommen zwei Bahnen mit einer Länge von 25 Metern. „Die Verkürzung der Strecke kommt weniger geübten Schwimmern entgegen“, ist sich Bonertz sicher. Und was passiert auf den fehlenden 25 Metern? „Hier befindet sich künftig der familien- und seniorenfreundliche Nichtschwimmerbereich mit Attraktionen für Kinder und Erwachsene. Dazu gehören sechs Whirlpool-Liegen, Wassersprudel und ein Wasserschleierpilz.“

Die Schwimmsportvereine, die das Bad auch für Wettkämpfe nutzen, waren an den Planungen beteiligt und haben den neuen Plänen zugestimmt. „Das bestehende Funktionsgebäude bleibt erhalten und wird durch die Stadt Trier generalsaniert. Dabei werden beispielsweise Dach-, Fenster- und Geländer erneuert, barrierefreie Umkleide- und Duschräume errichtet sowie neue Akustikdecken, Trennwandanlagen, Wechselkabinen und Nassraumtüren eingebaut“, erklärt Susanne Nipp, verantwortliche Architektin der Stadt Trier. Sebastian Schön, Leiter der Gebäudewirtschaft Trier, freut sich besonders darüber, dass das Gebäude künftig barrierefrei sein wird und auch das Obergeschoss per Aufzug erschlossen wird. Die anstehenden Arbeiten der Stadt umfassen darüber hinaus auch die Neugestaltung des Vorplatzes und des Eingangsbereichs.

„Wir als Stadtwerke investieren neben der Gebäudetechnik auch in die Energieeffizienz, zum Beispiel durch PV- beziehungsweise Solarmodule, wir erneuern die Heizsysteme, die Wasseraufbereitung, die Verrohrung und sanieren die Technikräume“, zählt Bonertz auf. Auch an die Fahrzeuge der Besucher haben die Planer gedacht – mit Ladepunkten für E-Autos sowie Ladeboxen für E-Bikes und Smartphones.

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