Nach Entführung von „Handwerksmeister“ – Gericht verurteilt Angeklagte zu Haftstrafen

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Eine Statue der Justizia. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

Weil sie einen Handwerksmeister entführt und erpresst haben sollen, sind drei Angeklagte vom Landgericht Kaiserslautern zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Die Justiz habe unter anderem den Vorwurf des gemeinschaftlichen erpresserischen Menschenraubs und der besonders schweren räuberischen Erpressung erfüllt gesehen, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Angeklagten seien im Wesentlichen geständig gewesen, hieß es (Az.: 4 KLs 6021 Js 6938/20).

Ein 21-Jähriger wurde zu sechs Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, ein 42 Jahre alter Komplize zu fünf Jahren und zwei Monaten. Ein 25 Jahre alter dritter Beschuldigter wurde zu vier Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Der Richterspruch erging dem Sprecher zufolge auch wegen gefährlicher Körperverletzung.

Der Anklage zufolge sollen die Männer ihr Opfer im April zunächst mit einem angeblichen Arbeitsauftrag auf einen Parkplatz in Kaiserslautern gelockt haben. Dann hätten die Beschuldigten den Mann in einen Lieferwagen gezwungen. Mit Waffengewalt sollen die Männer den Handwerksmeister zunächst dazu gebracht haben, seine Ehefrau telefonisch zur Herausgabe von 18 000 Euro zu bringen.

Unter Todesdrohungen verlangte das Trio dann der Justiz zufolge von ihrem 43 Jahre alten Opfer, ihnen weitere 750 000 Euro nach der Freilassung zu übergeben. Die Polizei konnte das Trio ermitteln.

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