Großer Andrang: Friseure bedienen noch möglichst viele Kunden

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Foto: dpa-Archiv

Vor dem ab Mittwoch geltenden Shutdown versuchen Friseure in Rheinland-Pfalz, noch möglichst viele Kunden zu bedienen. Läden, die normalerweise montags geschlossen seien, hätten am Montag von «sehr früh bis sehr spät» geöffnet, sagte der Vorsitzende Landesinnungsmeister beim Landesverband Friseure und Kosmetik Rheinland, Guido Wirtz, am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Körperich (Eifelkreis Bitburg-Prüm).

«Man will die Kunden ja auch nicht so in der Luft hängen lassen», sagte er. Man habe Termine der Tage bis Weihnachten auf Montag und Dienstag gelegt: «Aber alle werden wir nicht schaffen.» Um möglichst vielen Kunden die Haare schneiden zu können, seien die Leistungen «etwas geschmälert» worden: Zum Beispiel müssten ja Wimpern jetzt nicht gefärbt werden, sagte Wirtz.

Für die Friseure sei dies derzeit «eine ganz komplizierte und schwierige Situation». Eine der umsatzstärksten Zeiten im Jahr, jene vor Weihnachten, breche mit der angeordneten Schließung der Betriebe «komplett weg». Wirtz ging davon aus, dass rund 30 Prozent seiner Branche die Folgen der Corona-Pandemie «nicht überleben. Spätestens nächstes Jahr werden sie es nicht mehr schaffen.»

Er bekomme derzeit viele besorgte Anrufe von Kollegen. Den Sommer über hätten die Betriebe in Rheinland-Pfalz 16 bis 20 Prozent weniger Umsatz gemacht. «Auch dieser Umsatzverlust ist da. Dann noch der vom ersten Lockdown, und jetzt kommt der vom zweiten.» Finanzielle Hilfen vom Staat müssten 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes abdecken, forderte er. (dpa)

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