TRIER. Nach einem Gewitter mit Starkregen im August 2024 trat der Biewerbach im gleichnamigen Trierer Stadtteil über die Ufer. Die Feuerwehr musste zehn Keller auspumpen. Bei manchen Anwohnerinnen und Anwohnern wurden Erinnerungen an die verheerende Kyll-Flut von 2021 wach.
Auch wenn es letztlich längst nicht so schlimm kam, zeigte dieses Ereignis, dass beim Hochwasserschutz in Trier auch an die kleineren Nebenflüsse der Mosel gedacht werden muss. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Renaturierung des Biewerbachs auf dem Abschnitt zwischen der Brücke am Aacher Weg und der Grundschule, die Anfang Juni begonnen hat. Auf einer Länge von 230 Metern werden das Gewässer und das Ufer naturnah umgestaltet, auch um neue Rückhalteflächen für Regenwasser sowie Lebensraum für Forellen und Bachneunaugen zu schaffen. Dabei wird viel Erde bewegt.
Der Stadtteil profitiert von dem Projekt in doppelter Hinsicht: Einmal durch den verbesserten Hochwasserschutz, zum anderen wird auch die Erreichbarkeit des Flussbetts durch zwei neue Zugänge und eine neue Brücke verbessert. Der barrierefreie Übergang für Fußgänger führt vom Pausenhof der Grundschule auf das gegenüberliegende Ufer.
Die Bauarbeiten werden circa vier Monate in Anspruch nehmen. Da die Montage des Stegs ausschließlich während der Schulferien erfolgen kann, ist davon auszugehen, dass die Arbeiten voraussichtlich Ende September abgeschlossen sein werden.
Die Baukosten belaufen sich auf rund 415.000 Euro. Dazu erhält die Stadt einen Zuschuss in Höhe von 90 Prozent der förderfähigen Kosten im Rahmen des Landesprogramms „Aktion Blau Plus“. (Quelle: Stadt Trier)













