Neugestaltung: CDU fordert verbindliche Sprachtests für Kita-Kinder

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Die CDU Rheinland-Pfalz geht mit der Forderung nach einer Neugestaltung des Übergangs von der Kita zur Grundschule in die Landtagswahl. Vor der Einschulung müsse es einen Sprachtest im Alter von vier Jahren geben, sagte Spitzenkandidat Christian Baldauf am Donnerstag und führte das Sprichwort an: «Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.» Baldauf stellte vier Mitglieder eines «Praktikerteams» zur Bildungspolitik vor. Insgesamt sollen sieben Teams von Experten und Praktikern die CDU in der Zeit vor der Landtagswahl im März kommenden Jahres begleiten.

Ein Sprachtest im Alter von vier Jahren sei zwar nur eine Momentaufnahme, sagte die dem bildungspolitischen Team angehörende Kita-Beraterin des Landkreises Südliche Weinstraße, Elke Schanzenbächer. Er könne aber als wichtiger Anker für die Feststellung der Sprachbeherrschung dienen. Es gebe bereits zuverlässige Testverfahren. Der Test sollte die alltägliche Beobachtung des Sprachverhaltens der Kinder ergänzen. Die CDU spricht sich außerdem dafür aus, im letzten Kita-Jahr «Startergruppen» für den Übergang zur Schule einzurichten, mit einer Vorbereitung in fünf Stunden pro Woche.

«Wir erleben immer mehr, dass die Kinder nicht mehr so vorbereitet sind», sagte die Grundschulleiterin Jutta Bretz aus Essingen (Kreis Südliche Weinstraße). Zugleich seien den Grundschulen «sehr viele zusätzliche Aufgaben aufgedrückt» worden wie digitale Bildung und Englischunterricht.

Dem «Praktikerteam» zur Bildungspolitik gehören außerdem der Psychologe und Autor Ahmad Mansour und die Mainzer Gymnasiallehrerin Silvana Rödder an. Mansour will sich in dem Gremium vor allem mit Vorschlägen zur Wertevermittlung an den Schulen und zur Präventionsarbeit gegen Islamismus einbringen.

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