Grüne in Rheinland-Pfalz beraten nach Rücktritt von Höfken über Nachfolge

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Ulrike Höfken, Grüne Rheinland-Pfalz
Ulrike Höfken (Grüne), Umweltministerin von Rheinland-Pfalz. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

MAINZ. Nach dem Rücktritt der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken haben die Grünen Beratungen über eine Neubesetzung des Amts aufgenommen.

Die Abstimmung in den Gremien der Partei habe bereits am Mittwochabend begonnen, sagte Fraktionschef Bernhard Braun am Donnerstag in Mainz.

„Wir sind auf einem guten Weg, wir haben da kein Personalproblem“, sagte Braun. Es gehe um die beste Möglichkeit, die Arbeit der Ministerin weiterzuführen. Eine Entscheidung werde es nicht heute und nicht morgen geben, aber „es wird nicht lange dauern“.

Er arbeite seit mehr als 25 Jahren mit Höfken zusammen, sagte Braun. Ihre Entscheidung habe ihn auch emotional sehr berührt. Die Gründe für den Rücktritt der Ministerin und des Staatssekretärs Thomas Griese (beide Grüne) zum 1. Januar hätten nichts mit der inhaltlichen Arbeit zu tun. „Wir sind Frau Höfken und Herrn Griese sehr dankbar für die Arbeit in den letzten Jahren.“

Höfken, die auch stellvertretende Ministerpräsidentin ist, zog am Mittwoch die Konsequenzen aus der monatelangen Affäre um rechtswidrige Beförderungen in ihrem Ministerium. Die oppositionelle CDU sprach von einem lange überfälligen Schritt. In Rheinland-Pfalz wird am 14. März ein neuer Landtag gewählt. „Die Ministerin hat mich informiert, ich respektiere ihren Beschluss“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Mittwochabend. Sie bedaure die Entscheidung, „es tut mir sehr leid“.

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1 KOMMENTAR

  1. Na wenn die um die 150 nach grüner Gesinnung ausgwählten und grob rechtwidrig nach Gutsherrinnenart Beförderten weiter im Amt bleiben, dann hat sich das doch für die Bewegung gelohnt. Darum auch der große Dank der Kompliz*innen.

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