MAINZ – Der rheinland-pfälzische Bauminister Sven Teuber hat die von Bundesbauministerin Verena Hubertz (beide SPD) angekündigten Wohngeldkürzungen zurückgewiesen.
«Das ist das völlig falsche Signal», sagte Teuber der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Das Wohngeld ist eine sehr wichtige soziale Unterstützung für Menschen mit geringem Einkommen.» Die Sozialdemokraten Hubertz und Teuber kommen beide aus Trier.
Teuber: Viele finden kaum noch bezahlbare Wohnungen
«Die Mieten steigen, mietgebundene Wohnungen verschwinden seit Jahrzehnten zugunsten des freien Marktes», sagte Teuber. «Der Druck auf dem Wohnungsmarkt wächst, und ausgerechnet jetzt kürzt der Bund die Unterstützung für zehntausende Haushalte, die trotz täglicher Arbeit kaum noch bezahlbare Wohnungen finden.» Diese Unterstützung sei solange notwendig, bis mehr mietgebundene, öffentlich geförderte Wohnungen entstünden als wegfielen. «Daran arbeiten wir, aber das braucht Zeit.»
Notwendig sei eine starke Wohngeldpolitik statt Kürzungen, die den Alltag vieler Menschen gefährdeten. «Klar ist aber auch: Wohngeld allein wird nicht reichen. Deshalb wollen wir prüfen, ob wir, wie viele Kommunen selbst aktiv am Bau mitwirken müssen, um weitere Kräfte zu aktivieren», sagte Teuber, der auch für Kommunen zuständig ist.


















