Nach Rückgang in 2019: Armutsquote in Rheinland-Pfalz wieder gestiegen

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Foto: dpa-Archiv

RHEINLAND-PFALZ. Der Anteil armer Menschen in Rheinland-Pfalz ist nach Daten eines Sozialverbands nach einem Rückgang im Vorjahr 2019 wieder gestiegen. Die Armutsquote nahm von 15,4 Prozent auf 15,6 Prozent zu, wie aus dem Armutsbericht 2020 des Paritätischen Gesamtverbandes hervorgeht, der am Freitag in Berlin vorgestellt wurde. Damit lag Rheinland-Pfalz im Armutsranking der Bundesländer auf Platz sechs – hinter Brandenburg und vor Hessen. Bundesweit lag die Quote bei 15,9 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Dem Bericht zufolge ist die Armutsquote nahezu flächendeckend in Deutschland gestiegen – elf der 16 Bundesländer waren 2019 betroffen. Den schlechtesten Wert zeigte Bremen mit einer Armutsquote von 24,9 Prozent. In Rheinland-Pfalz wiederum nahm die Armut zwischen 2006 und 2019 um 18,2 Prozent zu. Den stärksten Zuwachs verzeichnete in diesem Zeitraum Hessen mit 34,2 Prozent.

Armut wird in Deutschland über das Haushaltseinkommen und die daraus folgenden Möglichkeiten an gesellschaftlicher Teilhabe definiert. Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, ist nach Einschätzung des Sozialverbands von Armut betroffen. Für die Armutsquote werden dem Bericht zufolge alle Personen gezählt, die in Haushalten leben, deren Einkommen diese Grenze unterschreitet. Basis waren unter anderem bereits veröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamts. (dpa)

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