Kurzarbeit: Verkäufern drohen Gehaltseinbußen

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MÜLHEIM-KÄRLICH. Wegen der geplanten Ladenschließungen in der Coronavirus-Krise müssen viele Verkäufer in Rheinland-Pfalz künftig wohl mit weniger Geld ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Viele Einzelhändler melden derzeit Kurzarbeit an, wie Oliver Krumholz, Mitglied des erweiterten Vorstands des Gewerbeparks Mülheim-Kärlich bei Koblenz am Dienstag sagte. «Das bedeutet natürlich auch, dass das Netto der jeweiligen Kollegen und Kolleginnen deutlich weniger wird … Viele machen sich Gedanken, was bedeutet das für die Miete, für die Leasingzahlung von Autos et cetera.»

Krumholz erklärte, Fachgeschäfte versuchten nun, ihre Kunden per Mail und teils auch Telefon zu erreichen und weiter über ihre Online-Shops zu bedienen. Bei der geplanten staatlichen Unterstützung von Fachgeschäften müssten dringend noch Details geklärt werden. Der Gewerbepark Mülheim-Kärlich gehört nach eigener Darstellung mit mehreren hundert Betrieben zu den größten seiner Art in Deutschland.

Laut Vereinbarung von Bund und Ländern müssen von diesem Mittwoch (18. März) an viele Geschäfte in Deutschland die Türen schließen. Geöffnet bleiben sollen nur unter anderem der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Drogerien, Tankstellen und Banken. Dort soll auch das Verkaufsverbot an Sonntagen aufgehoben werden.

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11 KOMMENTARE

  1. Das Verkaufsverbot an Sonntagen soll aufgehoben werden?
    Das ist ja wohl der Witz des Tages!!!
    Da heißt es, die Menschen sollen möglichst zu Hause bleiben und
    animiert sie nun zum munteren Einkaufen am Sonntag.
    Da muss man sich mal an den Kopf fassen.???

  2. Grundgütiger! Wie hohl muß der Kopf sein, an den Sie sich fassen wollen?
    Es geht bei der Öffnung der Supermärkte schlicht und ergreifend darum, die Einkaufsströme auf mehr Tage zu verteilen, damit sich diejenigen, die jetzt 10 Packungen Klopapier oder 30 kg Mehl kaufen wollen, nicht alle an dem gleichen Tag dort treffen.
    Verstanden?

  3. Liebe Frau Marie Luise Dreyer,

    wäre es nicht toll, wenn Sie ein Zeichen setzen würden? Viele Menschen werden bald ihre Existenz verlieren, wie wäre es wenn der Landtag da auf die selbstgenehmigte Diätenerhöhung verzichten würde?
    Ich weiss, das werden Sie nicht tun, denn so solidarisch sind Sie nicht, ihre Solidarität beschränkt sich auf statements ihrer Pressestelle.

    • Und noch etwas Frau Dreyer,
      durch die Corona-Krise wird sich die Zahl der Menschen, die aufgrund ihrer sozialen Situation einen berechtigten Anspruch auf eine Wohnung im Schammatdorf haben, drastisch erhöhen.
      Wollen Sie nicht ein Zeichen setzen und die Wohnung dort, die Sie mit Ihrem Mann bewohnen, endlich freimachen?
      Sie verdienen 5stellig netto, ihr Mann ist mehrfacher Millionär. Welchen Anspruch haben Sie, anderen Menschen eine Wohnung wegzunehmen? Sie können sich was Standesgemässes leisten.
      Brauchen Sie Menschen in besonderen Situationen um sich um sich so richtig als Wohltäterin der Rheinland-Pfälzer zu fühlen?
      Im Schammatdorf sollte jeder sich in die Gemeinschaft einbringen und Nachbarschaftshilfe praktizieren. Bei Ihnen geht das aber gar nicht, weil sie während der Woche in Mainz sind. Und Ihr Mann schaut ab und zu aus Alibigründen in der Kochgruppe vorbei. Das wars.
      Andere die sich so wenig einbringen würden würden zu Recht kritisiert werden.

  4. Fetten Hannes
    Nix verstanden!
    Die die jetzt normal kaufen, gehen nicht am Sonntag kaufen, sondern Die ,die jetzt schon nach Ihrer
    Aussage 10 Packungen bez. 30 kg kaufen, hamstern am Sonntag noch mehr!
    AK

  5. Hier ist mal wirklich ein Solidaritätszuschlag angebracht, sowas ähnliches wird auch kommen. Das Ganze muss ja bezahlt werden. Auch werden Besoldungserhöhung von Beamten ( ich bin einer) dem entsprechend angepasst, ich hoffe auch Diäten. Trotzdem ist zu sehen:“ Jeder ist sich der nächste.“, leider. Pfleger, Krankenpflege und auch immer, vollkommen unterbezahlt, jetzt sieht man wie wertvoll sie sind. Wie unwichtig sind Millionäre wie ( Fussballspieler, Schönheitschirugen, Schauspieler, Sänger, usw. geworden)? Völlig überschätzte, überbezahlte Berufe. Da draussen in der Welt arbeiten tausende an der Bekämpfung gegen diesen Virus und hier sei mal Dank ausgesprochen. Wir brauchen zum Überleben Wasser, Nahrung, Hygiene, Kleidung,Strom, medizinische Versorgung, Müllentsorgung und ( in der heutigen Zeit ) auch Internet, mehr nicht. Ich gehe jetzt ein Wildschwein im Weishauswald schiessen ( war ein Scherz)

  6. Lieber Hannes,
    ich bin selbst im Lebensmitteleinzelhandel tätig.
    Es ist absolut nicht nötig Sonntags zu öffnen.
    Ich sehe jeden Tag was los ist.
    Da soll sich jeder, der eine andere Meinung hat mal einen Tag in den Laden stellen,dann
    können wir gerne noch mal darüber sprechen.
    Wohlgemerkt :Öffnungszeiten von 7.00Uhr-22.00Uhr. Auch Samstags!!!

  7. Bezüglich Einkaufs-Ströme:
    Ich war heute gegen 08:15 in Konz-Könen im Edeka einkaufen,
    bewaffnet mit Einmalhandschuhen, Desinfektionsmittel, Mundschutz
    und in Folie eingewickelter EC-Karte. ?
    Mag jetzt übertrieben klingen, ich habe mich aber damit sicherer gefühlt.

    Ich habe selten so ein entspanntes Einkaufen erlebt.
    An der Fleischtheke war war ich ganz alleine,
    der Rest hat sich schön über den Markt verteilt.
    Allerdings sagte mir der Kassierer, das um 07:00 Uhr schon 50 Leute
    vor der Türe standen um sich rechtzeitig ein zu decken. (Sahen aus wie Hamster, meinte er noch ?)

    Allerdings war die Toilettenpapierabteilung komplett leer gefegt,
    einige wenige Produkte waren auch nur noch wenig vorhanden,
    die Verfügbarkeit im Großen und Ganzen war aber sehr gut.
    Die Mitarbeiter waren auch schon wieder dabei die Regale mit Waren auf zu füllen.
    Selbst der Metzgermeister half dabei. ?

    Mein Eindruck ist, das gerade was die Warenverfügbarkeit im Lebensmittelbereich absolut gesichert ist,
    deshalb sehe ich Corona relativ entspannt entgegen.

    Meine Empfehlung an alle Marktmitarbeiter wäre noch,
    Kunden aufmerksam darauf zu machen, das man nicht
    unbedingt 20 kg Mehl auf einmal kaufen muss.

    Auf Deutsch, ich würde Abnahmemengen gerne reguliert sehen.

    Grüße

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