Wohneigentumsquote im Saarland kräftig gesunken

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Foto: dpa-Archiv

SAARLAND. Die Zahl der Menschen, die im Saarland als Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung in den eigenen vier Wänden wohnen, ist rückläufig.

Nach einem Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist die Wohneigentumsquote vom Jahr 2010 bis 2017 von rund 63 Prozent auf 51 Prozent gefallen. «Das ist in der Tat erstaunlich, weil das Saarland traditionell zu den Bundesländern gehört, in denen die Quote sehr hoch ist», sagte Michael Voigtländer vom IW in Köln als Mitautor der Studie.

Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung könne sein, dass «gerade die jüngere Bevölkerung und die Familiengründer keine Perspektive mehr für sich sehen, sich im Saarland niederzulassen und Wohneigentum zu erwerben». Das Saarland leide auch darunter, dass es Abwanderungen von jungen Menschen gebe.

Man dürfe die Zahl aber auch «nicht überinterpretieren», sagte Voigtländer. Es habe für das Gutachten eine repräsentative Befragung gegeben, deren Stichproben aber in Regionen auch relativ klein ausgefallen sein könnten. «Nichtsdestotrotz glaube ich, dass das vom Trend her stimmt.»

Im bundesweiten Vergleich ist die Wohneigentumsquote im Saarland immer noch hoch: Bundesweit stagniert die Quote laut Gutachten seit 2010 bei rund 45 Prozent. In Rheinland-Pfalz ist sie demnach von 2010 bis 2017 von rund 50 auf 51 Prozent leicht gestiegen. Das Gutachten «Wohneigentum in Deutschland» hat das IW für die Schwäbisch Hall AG erstellt.

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