Betonkoloss geht nieder: AKW-Kühlturm soll geplant fallen

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Das Kühlturmsegment des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich. Foto: Thomas Frey

MAINZ. Der heutige Freitag ist für Mülheim-Kärlich ein besonderer Tag: Dann soll der jahrzehntelang am Rheinufer thronende und einst über 160 Meter hohe Kühlturm des dortigen ehemaligen Atomkraftwerks fallen.

Die letzten Arbeiten an dem mittlerweile nur noch ungefähr 80 Meter hohen Betonkonstrukt starten nach den Plänen des einstigen Betreibers RWE gegen 14 Uhr. Dann werden zwei ferngesteuerte Bagger mehrere Stützen, auf denen der Turm ruht, wegreißen. Voraussichtlich zwei bis drei Stunden nach dem Start der Aktion soll der Turm unter seinem eigenen Gewicht zusammenbrechen.

Die obere Hälfte des Kühlturms war in den vergangenen Monaten bereits von einem speziell dafür konstruierten Abrissroboter abgetragen worden. Der gesamte Rückbau des 1988 nach nur 13 Monaten Laufzeit vom Netz gegangenen Kraftwerks läuft bereits seit 2004 und dürfte noch ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen.

Grund für die kurze Laufzeit des Meilers war eine Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts. Bei den Planungen war die Erdbebengefahr im sogenannten Neuwieder Becken nördlich von Koblenz nicht ausreichend berücksichtigt worden.

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