Demonstration für mehr Geld im öffentlichen Dienst

0
Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Mit Trommeln, Motorsägen und Trillerpfeifen haben rund 1500 Menschen in Mainz lautstark für mehr Geld im öffentlichen Dienst der Länder demonstriert. Sie zogen am Dienstag durch die Innenstadt der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt, dann folgte eine Kundgebung in Guckweite des rheinland-pfälzischen Landtags.

Auf Bannern stand die Gewerkschaftsforderung nach sechs Prozent mehr Geld geschrieben – «Wir sind es wert», prangte daneben. Für besonders durchdringende Geräusche in dem Demozug sorgten Forstwirte mit Fahnen der IG Bau, die regelmäßig Motorsägen aufheulen ließen – allerdings ohne Kettenblätter, wie ein Verdi-Sprecher betonte.

Zu der Demo und einem Warnstreik hatten die Gewerkschaft Verdi, die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die IG Bau sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aufgerufen. Unter den Demonstranten waren nach Gewerkschaftsangaben Beschäftigte von Schulen und Hochschulen, Beschäftigte aus Autobahnmeistereien, des Statistischen Landesamtes sowie Beschäftigte der Polizei. Laut GdP waren zudem Polizeibeamte in ihrer Freizeit dabei. Hunderte Mitarbeiter aus Landeskrankenhäusern beteiligten sich ebenfalls an dem Protest.

Allein in Rheinland-Pfalz sind von den Verhandlungen um den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) nach früheren Angaben des dbb Beamtenbundes knapp 180 000 Beschäftigte betroffen. Die Gegenseite – die Länder außer Hessen – haben bislang die Gewerkschaftsforderung nach sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat, zurückgewiesen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Donnerstag geplant.

Vorheriger ArtikelKrankenkassen-Report: Jedes dritte Kind im Saarland ist chronisch krank
Nächster ArtikelBlinder Passagier fährt auf Güterzug mit

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.