RLP – 20.000 Koblenzer müssen wegen Weltkriegsbombe aus Wohnungen

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Dieter Wiegand von der Kampfmittelbergung sucht die Baugrube ab.

Bildquelle: Foto: Thomas Frey

KOBLENZ (dpa/lrs). Wegen der Entschärfung einer großen Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg müssen an diesem Samstag (2.9.) rund 21 000 Menschen in Koblenz ihre Wohnungen verlassen. Das entspricht fast einem Fünftel der 113 000 Einwohner. „Es wird ein Gebiet mit einem Radius von einem Kilometer evakuiert“, sagte Stadtsprecher Heiko Breitbarth am Dienstag nach einer Lagebesprechung der zuständigen Behörden der Deutschen Presse-Agentur.

Betroffen seien auch ein Gefängnis und ein Krankenhaus. Bis 13.00 Uhr müsse das Gelände am Samstag geräumt sein. Nach einer Kontrolle, ob sich wirklich niemand mehr dort aufhalte, werde der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz die 500-Kilogramm-Fliegerbombe entschärfen.

Der US-Blindgänger war am Montag bei Bauarbeiten für einen Kindergarten gefunden worden. Eine Fachfirma hatte das Gelände untersucht. Die Bombe steckt dort senkrecht in der Erde. «Es wird noch sondiert, ob möglicherweise noch mehr Sprengkörper dort liegen, damit es nicht zweimal eine Evakuierung geben muss», sagte Breitbarth. Koblenz war im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört worden.

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