Kampfhundbesitzer aus der Eifel muss höhere Steuer zahlen

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Bildquelle: pixabay.de

SCHÜLLER / VULKANEIFEL. Ein Kampfhundbesitzer ist vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz mit einer Klage gegen seine erhöhte Hundesteuer gescheitert. Der Mann aus Schüller im Kreis Vulkaneifel muss für seinen Staffordshire Bullterrier jedes Jahr 1000 Euro an die Gemeinde zahlen, während Hunde anderer Rassen jährlich nur 60 Euro kosten.

Dies sei rechtlich nicht zu beanstanden, urteilte das OVG in Koblenz in einem Berufungsverfahren nach Mitteilung vom Mittwoch.

Das Gericht argumentierte, eine jährliche Steuer von 1000 Euro mache das Halten eines Kampfhundes in Schüller nicht unmöglich.

Eine „erdrosselnde Wirkung“ dieser Summe könnte es nur geben, wenn sie die Haltungskosten deutlich überstiege. Diese lägen aber ebenfalls bei mindestens 800 Euro pro Jahr. Die Steuer von 1000 Euro für Kampfhunde und ihr Steigerungssatz im Verhältnis zur viel niedrigeren Steuer für normale Hunde fallen laut OVG zudem im bundesweiten Vergleich nicht völlig aus dem Rahmen.

4 KOMMENTARE

  1. Bitte lassen Sie den reißerischen Begriff „Kampfhund“. Das klingt zu negativ. Nicht jeder Listenhund ist direkt agressiv oder böse. Wir sind doch hier nicht bei der Bildzeitung.

  2. Hundesteuer ist eine Steuer ohne Gegenleistung des Staates und die freie Festsetzung ist willkürlich und ohne Gleichbehandlungsgrundsatz und in dieser Höhe völlig übertrieben.

  3. @Mell
    sau- ach was sag ich hundegute Antwort! 😉
    Wie das Herrchen…
    „Ihre Funktion bestand ursprünglich und ähnlich wie beim Yorkshire-Terrier darin, Ratten zu vernichten.[1] Aus dem Rattenjagen entwickelte sich das „Rattenbeißen“, ein blutiger Sport, bei dem der Hund gewann, der in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Ratten tötete. Anschließend – ab ca. 1810, allerdings anfänglich unter anderem Namen– war der Staffordshire Bullterrier als klar abgetrennte Hunderasse die bevorzugte Kampfhundlinie für Kämpfe Hund gegen Hund in Englands Grafschaft Staffordshire“

    In den meisten Bundesländern Deutschlands wird der Staffordshire Bullterrier als gefährlicher Hund angesehen. Rasselisten führen ihn meist in der höchsten Kategorie, und er unterliegt strengen Halterbeschränkungen. Der Import dieser Rasse nach Deutschland ist verboten.

    In Österreich steht der Staffordshire Bullterrier in allen drei listenführenden Bundesländern (Wien, Niederösterreich, Vorarlberg) auf der Rasseliste. Je nach Bundesland ist ein „Hundeführerschein“ (Wien), „Sachkundenachweis“ (Niederösterreich) oder eine Sondergenehmigung des Bürgermeisters (Vorarlberg) zur Haltung erforderlich.

    In der Schweiz führen elf der dreizehn Kantone mit Rasselisten den Staffordshire Bullterrier auf ihren Listen, die Haltung ist in diesen Kantonen bewilligungspflichtig. In den Kantonen Wallis und Zürich sind Zucht, Einfuhr und Haltung verboten.“
    Tja, da sind die Österreicher und Schweizer schon weiter, da hat man sich die Steuer dann auch gespart! 😉

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