Schüler in RLP fordern Ende des Handy-Verbots

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MAINZ. Die Landesschülervertretung in Rheinland-Pfalz fordert, Mobiltelefone an Schulen zuzulassen. „Ein Handy-Verbot an der Schule sollte abgeschafft oder zumindest gelockert werden“, sagte Robin Karch von der Landesschülervertretung. Er schloss sich damit einem Appell des hessischen Schülersprechers André Ponzi an.

Die Schulen sollten sich stattdessen um Aufklärung und mehr Information bemühen und zum Beispiel auf Gefahren wie Cybermobbing hinweisen, sagte Karch. Die Schulen könnten auch zeigen, wie sich das Handy sinnvoll in den Unterricht integrieren lasse.

In Rheinland-Pfalz ist kein generelles Handy-Verbot im Schulgesetz verankert. Ob und wie die Nutzung untersagt wird, liegt nach Angaben des Bildungsministeriums im Ermessen der einzelnen Schulen. Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium hat einen Leitfaden zum Umgang mit Handys an Schulen bereitgestellt.

„Wir finden, der Unterricht sollte möglichst multimedial und modern gestaltet werden“, sagte Karch. Das beschränke sich nicht nur auf Handys. Beispielhaft sei die Benutzung von Tablet-Computern an seiner Schule, dem Hohenstaufen-Gymnasium in Kaiserslautern.

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3 KOMMENTARE

  1. Im Gegenteil, ein Handy-Verbot sorgt für dringend nötige Konzentration im Unterricht. So ein Handy in der Hand ist einfach extrem ablenkend. Sollte also ebenso wie nebenher Zeitung lesen und Musik hören verboten bleiben 😉

  2. „Die Schulen könnten auch zeigen, wie sich das Handy sinnvoll in den Unterricht integrieren lasse.“ Ja klar, vernetzte Spickzettel zum Beispiel, oder „Wie bestelle ich Pizza mit der App während des Unterrichts“, „Youtube und Mathe – Angewandtes Multitasking für Schüler“, ach da gäbe es soviel Möglichkeiten! Wenn ich manche Jugendliche heute so sehe, wie sie nebeneinander hergehen, dabei sich aber nur mit Ihrem Handy beschäftigen. Da denke ich manchmal, ob die das beim Sex auch so machen, also dabei auch ständig aufs Handy schauen?

  3. Es sieht mir eher aus wie ein Hilferuf , denn das Händi ist mittlerweile für die junge Generation die Speichererweiterung ihres Gehirns, wenn ich mir das Allgemeinwissen und das Interesse an der Welt der jungen Leute so anschaue bzw mitbekomme, benötigen die dringend Google und Wikipedia um ihr Wissen abzurufen.

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