Grüne und CDU fordern Prüfung einer Klage gegen Cattenom

2

TRIER. Die Trierer CDU und Grünen werden in der Stadtratssitzung am 16. Juni einen gemeinsamen Antrag stellen. Darin geht es um die Prüfung einer möglichen Klage gegen das Atomkraftwerk Cattenom.

„Die vom AKW Cattenom ausgehende Gefahr kann den Menschen in der Region nicht mehr zugemutet werden. Es ist Zeit, dass der Pannenreaktor in Cattenom endlich abgeschaltet wird“ so Peter Hoffmann, umweltpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion im Trierer Stadtrat.

„Störfälle werden zu spät veröffentlicht, Konsequenzen gibt es meist keine“, ergänzt Elisabeth Tressel, umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, „wir verlangen daher die Prüfung einer Klage gegen den Weiterbetrieb des Atomkraftwerks.“

Das 1986 in Betrieb genommene Kraftwerk sei ein untragbares Sicherheitsrisiko. „In den vergangenen 30 Jahren gab es bereits 800 Störfälle. Geht es nach dem Willen der französischen Nachbarn, läuft der Meiler noch weitere 30 Jahre. Das ist nicht hinnehmbar“ , so die Antragsteller. Dabei versage nicht nur die Leitung des Kraftwerks regelmäßig, sondern auch die französische Atomaufsichtsbehörde.

Grüne und CDU beziehen sich dabei auf eine Studie, die von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Grüne in Auftrag gegeben wurde.

„Die Untersuchung deckt gravierende Mängel im Sicherheitskonzept auf und weist nach, dass aktuelle Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt werden – obwohl diese von Vertretern der französischen Behörden mit beschlossen wurden. Wir möchten dagegen vorgehen und fordern Bund, Länder und Kommunen in der Region auf, sich anzuschließen“ betonen beide abschließend.

2 KOMMENTARE

  1. die Politik bzw eine Regierung hat die Bevölkerung vor tödlichen Bedrohungen zu schützen – wir sprechen hier von mindestens 1 Millionen Menschen im Großraum .

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.