„Schluss mit dem Kasperletheater“

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Bildquelle: Trier.de

TRIER. Die Linksfraktion im Trierer Stadtrat und der Kreisverband DIE LINKE. Trier-Saarburg widersprechen allen Stimmen, die das Theater Trier in seiner jetzigen Form als Mehrspartenhaus infrage stellen.

Die Aufgabe eines Theaters besteht darin, neue künstlerische Konzepte zu entwickeln und mit Mitteln der Kunst politische oder gesellschaftliche Debatten anzustoßen und zu begleiten. Die Finanzierung der Theater durch den Staat sorgt dafür, dass Künstler*innen ohne Blick auf wirtschaftliche Zwänge Kunst gestalten können und Kultur allen offen steht – unabhängig vom Geldbeutel. Da ist es keine Überraschung, dass Theater in der Regel Verluste einfahren. Auch beim Theater Trier ist die Situation nicht anders, heißt es in einer Presseerklärung der Linken.
„Das Trierer Theater schreibt nicht erst rote Zahlen, seit der Intendant Karl Sibelius heißt. Es ist daher nicht zielführend, unter Verweis auf das Millionendefizit den Rücktritt des Intendanten zu fordern“, so Matthias Koster, kulturpolitischer Sprecher der Linksfraktion.
„DIE LINKE fordert unter Blick auf die knappen Kassen der Stadt, dass sich die Landkreise des Umlandes stärker an den Kosten für das Theater beteiligen sollen. Auch müssen das Land und der Bund die Gemeinden finanziell stärken. Finanzielle Einschnitte, die die künstlerische Arbeit am Theater gefährden, lehnen wir ab“, erklärt die Kreisvorsitzende Katrin Werner.
Vor dem Hintergrund der schwierigen finanziellen Lage des Stadttheaters kritisiert DIE LINKE jedoch die Verzögerungen bei der Überführung des Theaters in eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR). Eine solche würde dem Theater mehr Flexibilität verschaffen und den bürokratischen Aufwand verringern – und zudem die Voraussetzung für eine Beteiligung der Landkreise schaffen.
„Das wiederholte Verschleppen der AöR-Gründung ist nicht hinnehmbar. Offenbar hat Dezernent Egger sein Dezernat nicht im Griff. Anders lassen sich die Verzögerungen nicht erklären“, so Matthias Koster.
„Bereits 2013 forderten wir die Überführung des Theaters in eine Genossenschaft vor. So könnte für eine breite Finanzierung und gleichzeitige Partizipation sowie kulturelle Inklusion gesorgt werden. Angesichts der aktuellen Schwierigkeiten möchten wir noch einmal auf unseren damaligen Vorschlag aufmerksam machen“, ergänzt Werner.

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